Naturheilkunde: Gesunder Granatapfel

Astrid Goldmayer

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Granatapfels

21.02.2014

Der Granatapfel wird seit Jahrtausenden wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung in der Naturheilkunde geschätzt. Prominente wie Mick Jagger und Madonna schwören auf die beerenartige Frucht, die aussieht wie ein Apfel und den Alterungsprozess verzögern soll. Aber der Granatapfel kann noch mehr. So soll er bei Mann und Frau aphrodisierend wirken.

Mit Granatapfel Herz-Kreislauf-Beschwerden vorbeugen
Granatäpfel wuchsen ursprünglich vor allem im westlichen bis mittleren Asien auf kleinen Bäumen oder Sträuchern. Heute werde die Früchte auch im Mittelmeerraum angebaut. Der Paradiesapfel oder Grenadine, wie er auch genannt wird, war schon früh fester Bestandteil der Medizin. Aus dem Mittelalter ist sein Einsatz zur Bekämpfung von Fadenwürmern bekannt. Im alten Ägypten kam er vor allem zur Steigerung der Fruchtbarkeit zum Einsatz und galt allgemein als Symbol der Fertilität. Auch heute glauben noch viele Menschen an die aphrodisierende Wirkung des Granatapfels. So soll er bei der Frau luststeigernd wirken und beim Mann die Potenz erhöhen.

Wissenschaftlich belegt ist der positive Effekt des Granatapfels auf das Herz-Keislauf-System. Wenn er regelmäßig verzehrt wird, soll sich die Durchblutung unter anderem des Herzmuskels verbessern, so dass dadurch einem Herzinfarkt vorgebeugt werden kann. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass sich der Durchmesser der Gefäßwände der Halsschlagader bei Arteriosklerose-Patienten verringern kann, wenn sie ein Jahr lang eine Granatapfelzubereitung zu sich nehmen.

Kerne des Granatapfels enthalten viele gesundheitsfördernde Stoffe
Als kleine Power-Zellen könnten die bis zu 400 Kerne des Granatapfels bezeichnet werden. Sie sind besonders reich an Flavonoiden, zu denen die Polyphenole gehören, die unter anderem gegen Bluthochdruckund andere Herz-Kreislauf-Probleme, Gefäßverkalkung, bakterielle Infektionen und Magenerkrankungen helfen sollen. Die Pflanzenstoffe gelten zudem als Stoffwechsel anregend.

In der Naturheilkunde wird der Verzehr von Granatapfelsaft auch bei Pilzinfektionen (Candida Albicans) empfohlen, da sich die Polyphenole positiv auf die Darmschleimhaut auswirken und damit Bakterien und Pilze bekämpfen. Zudem enthält der Granatapfel reichlich Antioxidantien und hat eine stärkere antioxidative Wirkung als Früchte wie Cranberries, Heidelbeeren und Weintrauben sowie Rotwein und Grüntee. Antioxidantien wirken zellschützend, in dem sie freie Radikale einfangen. Dadurch wird auch der Alterungsprozess gehemmt und die Immunabwehr unterstützt. Nicht selten beinhalten Anti-Aging-Pflegeprodukte Granatapfel-Extrakte. Die Früchte enthalten zudem Vitamin C, Kalzium, Kalium und Eisen. Insbesondere Haare, Haut und Nägel profitieren davon. Granatapfelsaft kann auch als Hausmittel bei Eisenmangel angewendet werden.

Eine weitere positive Wirkung des Granatapfels betrifft den PSA-Wert des Mannes, der einen Hinweis auf Prostatakrebs geben kann. Eine hoher Wert deutet meist auf eine Erkrankung des Organs hin. Einer US-amerikanischen Studie zufolge konnten Männer, die mehrere Monate täglich ein Viertel Granatapfelsaft getrunken haben, ihren PSA-Wert senken.

Die Bitterstoffe der Frucht wirken zudem appetitanregend und verdauungsfördernd. Ein Glas Granatapfelsaft oder Granatapfelkerne regen nach dem Essen die Magen- und Darmtätigkeit positiv an. (ag)

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Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de