Naturheilkunde hilft bei Venenleiden

Astrid Goldmayer

Bei schweren Beinen und Venenleiden helfen Heilpflanzen

08.06.2012

In der modernen Venentherapie nehmen Naturheilverfahren einen wichtigen Platz ein. Dabei kommt in erster Linie die sogenannte Phytotherapie, eine Behandlung mit ausschließlich pflanzlichen Stoffen, zum Einsatz. Bei Venenleiden empfehlen Experten Extrakte aus Rosskastanien und rotem Weinlaub.

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Mit Rosskastanien und rotem Weinlaub Anschwellen der Beine verhindern
Die Venenwände werden durch die Wirkstoffe von Rosskastanien und rotem Weinlaub abgedichtet, so dass Flüssigkeit nicht mehr ins Gewebe gelangen kann und Ödeme, Wasseransammlungen und schwere Beine verhindert werden. Zudem stabilisieren die Pflanzenstoffe das Gerüst der Venen, wirken straffend, entzündungshemmend sowie zusammenziehend und unterstützen die Durchblutung. Phlebologen, Fachärzte für Venenleiden, raten auch vor Langstreckenflügen zur Einnahme von Medikamente aus rotem Weinlaub oder Rosskastanien. Laut einer Studie waren gesunde Probanden durch die Pflanzenstoffe auf einem 14-stündigen Flug vor dem Anschwellen der Beine geschützt. Da Phytotherapeutika ihre heilende Wirkung erst nach einiger Zeit entfalten, sollten die Medikamente bereits einige Zeit vor einem Flug eingenommen werden. Im Rahmen der Studie begannen die Teilnehmer bereits zehn Tag vor Abflug mit der Einnahme.

Ärzte raten beim Kauf von Phytotherapeutika dazu, diese in einer Apotheke und nicht im Drogeriemarkt zu erwerben. Für zugelassene, apothekenpflichtige Medikamente muss ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis erbracht werden, für Drogeriepräparate dagegen nicht.

Weitere naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten von schweren Beinen
In der Naturheilkunde gehören in erster Linie Maßnahmen zur Anregung des Flüssigkeitsabflusses aus den Beinen und zur Beseitigung von Abflusshemmnissen zur Behandlung von Beinschwellungen. Bei einer strukturellen Erkrankung der Beine können diese Behandlungsmethode jedoch kaum Besserung erreichen. Kneipp-Kuren mit kalten Beingüssen, hochlagern der Beine, gymnastische Übungen zur Stärkung der Muskelpumpe, wodurch der Blutkreislaufs mit Bewegungen der Muskeln unterstützt wird, spezielle Atemtechniken und mechanische Behandlungen, zu denen die Osteopathie oder Rolfing gehören, sind häufig ebenfalls Teil einer naturheilkundlichen Behandlung dicker Beine. Massagen zur Förderung der Durchblutung und des Lymphabflusses sind darüber hinaus empfehlenswert. (ag)

Bild: Norbert Svojtka / pixelio.de