Naturheilkunde-Petition an den Bundestag

Heilpraxisnet

Naturheilkunde Petition an den Deutschen Bundestag gegen eine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen

In Naturheilkunde-Kreisen wird mobilisiert: Bis zum 11 November 2010 sollen 50000 Unterzeichner einer EU – Petition Arzneimittelwesen gegen die Handelseinschränkung für Heilpflanzen in der EU und gegen eine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen vom 20 September 2010 gewonnen werden. Die EU will den Handel mit Heilpflanzen einschränken, durch die geplante Umsetzung der EU-Richtlinie zum 1 April 2011.

Laut Europäischer Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) werden der Verkauf und die Anwendung von Naturprodukten stark eingeschränkt. Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert und diese wiederum müssen zugelassen werden. In allen EU Ländern wird es dann verboten sein, Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die keine Lizenz haben. Naturstoffe, denen man eine Heilwirkung zuschreibt, werden nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei. Naturheilkundler werten diese Richtlinie so, dass nur das, was sich patentieren und mit einer Schutzmarke im Handel monopolisieren lässt, erwünscht sei. Laut der Initiatoren und Unterstützer kann nichts, was in der Natur wachse, illegal sein. Die Gesundheit werde dadurch nicht geschützt, sondern es würden die Umsätze und Profite der pharmazeutischen Großkonzerne gesichert. Alle Menschen sollten demnach selbst entscheiden was gut für sie sei und welche Mittel sie nähmen, „ob chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel“.

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Zur Unterstützung kann man sich dafür auf der Seite des Deutschen Bundestages unter registrieren lassen und diese Petition mitzeichen. Für die Unterzeichnung der Petition benötigt man in etwa drei bis fünf Minuten. (tf, 03.11.2010)