Naturheilkunde: Walnüsse mit viel Antioxidantien

Fabian Peters

Forscher entdeckt besonders hohen Antioxidantien Gehalt in Walnüssen

29.03.2011

Nüsse gelten aufgrund ihres Gehaltes an Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß, Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren bereits seit langem als nachweislich gesundheitsfördernd. Auch ihrem Gehalt von Antioxidantien wurde im Rahmen mehrerer Studien eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Blutgefäße zugesprochen.

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Nun hat der amerikanische Wissenschaftler Joe Vinson von der University of Scranton (Pennsylvania, USA) herausgefunden, dass unter den Nüssen die Walnüsse den höchsten Antioxidantien-Gehalt aufweisen. Walnüsse enthielten etwa doppelt soviel Antioxidantien wie andere Nüsse und außerdem seien die Antioxidantien der Walnuss besonders wirksam bei der Bindung Freier Radikale, betonte Joe Vinson. Der Schutz vor Zellschäden und die gesundheitsfördernde Wirkung sei daher bei Walnüssen besonders hoch, berichtete der US-Wissenschaftler auf dem„24. National Meeting & Exposition of the American Chemical Society“.

Antioxidantien beugen zahlreichen Krankheiten vor
Der Forscher der University of Scranton hatte im Rahmen seiner Studie den Antioxidantien-Gehalt von neun verschiedenen Nusssorten untersucht. Bei der vergleichenden Analyse von Mandeln, Pekannüssen, Erdnüssen, Pistazien, Haselnüssen, Brasilnüssen, Cashewkernen, Macadamia- und Walnüssen wiesen die Walnüsse den höchsten Gehalt an Antioxidantien auf, erklärte Joe Vinson. Außerdem sei nicht nur die Menge der Antioxidantien in den Walnüssen deutlich höher, sondern diese wirken auch wesentlich effektiver bei der Bindung Freier Radikale, betonte der US-Wissenschaftler. Dem Experten zufolge sind die Walnuss-Substanzen zum Beispiel zwei bis fünfzehnmal wirksamer als Vitamin E, das wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung als allgemein als Zellschützer gilt. Ältere Studien hatten bereits eindeutig wissenschaftlich belegt, dass der Verzehr geringer Mengen Nüsse oder Erdnussbutter das Risiko von Herzerkrankungen, bestimmten Krebsarten, Gallensteinen, Typ-2-Diabetes und anderen Gesundheitsproblemen deutlich reduziert. Dabei wurde auch den Antioxidantien stets eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Joe Vinson kommt angesichts der eigenen Forschungsergebnisse zu dem Schluss, dass bereits der Verzehr von sieben Walnüssen täglich ausreiche, um davon erheblich gesundheitlich zu profitieren.

Gesundheitsfördernde Wirkung von Nüssen nicht ausreichend bekannt
Die verbreitete Sorge, dass mit dem Verzehr der gesunden jedoch ebenfalls kalorienreichen Nüsse, das Risiko von Übergewicht steigt, dementierte der US-Wissenschaftler und verwies auf eine Studie aus dem Jahr 2009, die belegt habe, dass durch den Konsum von Nüssen das Risiko einer Gewichtszunahme und Übergewichtes eher sinkt, anstatt zu steigen. Außerdem seien die in Nüssen enthaltenden Fette gesund und stünden nicht im Verdacht, die Arterien zu verstopfen. Trotzdem rät der Experte, die Mengen der konsumierten Nüsse eher gering zu halten. Dies sollte den Nussliebhabern jedoch nicht sonderlich schwer fallen, da Nüsse ebenso sättigend wie kalorienreich sind. Für den US-Forscher wäre der Nusskonsum von gesundheitlichen Standpunkt insgesamt noch deutlich ausbaubar, denn bisher beziehen die Einwohner in den modernen Industriestaaten lediglich rund acht Prozent der täglich aufgenommen Antioxidantien aus Nüssen. Die gesundheitsfördernde Wirkung der Nüsse sei nicht ausreichend bekannt, vermutete der Experte. Das die Antioxidantien der Walnüsse besonders effizient wirken, führte Vinson auch darauf zurück, dass diese vor dem Verzehr nicht geröstet werden, so dass alle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Vorteilhaft bei den Nüssen insgesamt sei außerdem, dass diese laktose- und glutenfrei sind, betonte der US-Forscher.

Gemüse- und Obstsorten die Antioxidantien enthalten
Die zellschützende, entzündungshemmende und krebsvorbeugende Funktion von Antioxidantien ist in der Medizin bereits seit langem bekannt, wobei auch in der Naturheilkunde zum Beispiel Zwiebeln, Gelbwurz und Cranberrys aufgrund ihres Antioxidantien-Gehaltes seit je her als „natürliches Antibiotikum“ eingesetzt werden. Andere Obst- und Gemüsesorten, die Antioxidantien in natürlicher Form enthalten und eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben können, sind beispielsweise Mangos, Weintrauben, Knoblauch, Brokkoli, Ingwer, Kaffee, Tee, Petersilie, Vollkornreis, Tomaten und Spargel. (fp)