Nelson Mandela leidet an einer Lungenentzündung

Sebastian

Südafrika in Sorge über den Gesundheitszustand von Nationalheld Nelson Mandela

11.12.2012

Die Bevölkerung Südafrikas sorgt sich um ihren früheren Präsidenten Nelson Mandela – dieser war am vergangenen Samstag für eine Routineuntersuchung in ein Krankenhaus in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria eingeliefert worden. Da er bereits im Februar dieses Jahres wegen Bauchschmerzen im Krankenhaus behandelt worden war, verfolgt die südafrikanische Bevölkerung nun mit Sorge das aktuelle Geschehen – auch wenn damals „nichts ernstes“ gefunden werden konnte.

Denn dieses Mal scheint es doch etwas ernster zu sein: Mandela soll an einer Lungenentzündung leiden, möglicherweise die Folge einer früheren Lungeninfektion. Doch wie das Büro des ehemaligen Präsidenten mitteilte, befinde sich Mandela in guten Händen und würde positiv auf die Behandlung reagieren – eine ernste Gefahr für seine Gesundheit bestehe demnach nicht.

Fakten zu Mandelas Gesundheitszustand werden der Öffentlichkeit verwehrt
Schon Anfang 2011 hatte eine Krankenhauseinlieferung Mandelas der südafrikanischen Bevölkerung Sorge bereitet: Auch damals hieß es, Zweck des Aufenthaltes seien Routineuntersuchungen, die keinen Anlass für schlimmere Befürchtungen geben würden. Doch der sich seit Jahren offensichtlich verschlechternde Gesundheitszustand bietet immer wieder Grund zur Besorgnis – auch oder gerade weil Diagnosen oder Fakten zu Mandelas Gesundheit strikt von der Öffentlichkeit ferngehalten werden.

Mandela in Südafrika als Nationalheld verehrt
Der 94jährige Mandela, der von 1994 bis 1999 als erster schwarzer Präsident das Land Südafrika regierte, genießt bis heute weltweit eine hohe Popularität und gilt in seiner Heimat als Nationalheld. Als engagierter führender Kämpfer gegen des rassistische Apartheid-Regime Südafrikas verbrachte er insgesamt 27 Jahre im Gefängnis – 1990 schließlich aus der Haft entlassen, hatte er im Jahr 1993 gemeinsam mit dem damaligen Staatspräsidenten Frederik de Klerk den Friedensnobelpreis erhalten und wurde im Folgejahr der erste schwarze Staatschef in der Geschichte des Landes.

2004 zog sich Mandela schließlich aus der Politik und seit 2010 auch aus dem öffentlichen Leben zurück – nach seinem letzten Auftritt bei der Schlussfeier der Fußball-Weltmeisterschaft. Heute lebt er zurückgezogen in seinem Heimatdorf Qunu in der Provinz Ostkap. (sb)

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Bild: Nelson Mandela