Neu entwickeltes Pflaster erleichtert Asthma-Management im Alltag

Menschen mit Asthma leiden unter Problemen mit ihrer Atmung. Diese können zu Anfällen und Atemlosigkeit führen, welche Betroffene in Lebensgefahr versetzen. Ein neu entwickeltes System von Inhalator und Pflaster vereinfacht die Überwachung von Asthma allerdings erheblich. (Bild: zlikovec/fotolia.com)
Alexander Stindt
Neues Pflaster kann Atemlosigkeit und respiratorische Entzündungen erkennen
Eine australische Industrie-Design-Absolventin entwickelte jetzt als erste eine tragbare Technologie zum verbesserten Asthma-Management. Das Pflaster mit der Bezeichnung Respia ist in der Lage Atemlosigkeit und respiratorische Entzündungen zu erkennen. Für ihre Entwicklung wurde die Expertin mit einem internationalen Preis ausgezeichnet.

Die australische Designerin Katherine Kawecki wollte Menschen mit Asthma erleichtern, mit ihrer Krankheit umzugehen. Dafür entwickelte sie ein Pflaster, welches Atemlosigkeit und respiratorische Entzündungen erkennen kann. Aus diesem Grund wurde die Designerin mit dem James Dyson Award ausgezeichnet.

Menschen mit Asthma leiden unter Problemen mit ihrer Atmung. Diese können zu Anfällen und Atemlosigkeit führen, welche Betroffene in Lebensgefahr versetzen. Ein neu entwickeltes System von Inhalator und Pflaster vereinfacht die Überwachung bei Asthma allerdings erheblich. (Bild: zlikovec/fotolia.com)
Menschen mit Asthma leiden unter Problemen mit ihrer Atmung. Diese können zu Anfällen und Atemlosigkeit führen, welche Betroffene in Lebensgefahr versetzen. Ein neu entwickeltes System von Inhalator und Pflaster vereinfacht die Überwachung bei Asthma allerdings erheblich. (Bild: zlikovec/fotolia.com)

Pflaster und neuer Inhalator können auch die verwendeten Medikamente überwachen
Das Respia-Pflaster ist in der Lage festzustellen, ob Patienten unter Atemlosigkeit leiden oder respiratorische Entzündungen vorliegen. Außerdem ist es durch das Pflaster auch möglich, dass verwendete Medikamente überwacht werden. Zusätzlich zu dem Pflaster entwickelte die Expertin noch ein neues Design eines Asthma-Inhalators. Entwicklerin Katherine Kawecki hofft jetzt, dass ihre Erfindung Asthmatikern auf der ganzen Welt helfen kann.

Expertin: Alle Todesfälle durch Asthma sind vermeidbar
Kawecki graduierte anfangs dieses Jahres an der Universität von New South Wales. Jedes Jahr sterben zu viele Menschen an den Auswirkungen von Asthma, sagt die Expertin. Aus diesem Grund war es Zeit, das Asthma-Management als ein ernsthaftes Problem anzusehen. Alle der auftretenden Todesfälle sind vermeidbar, es scheint aber einen Trend für die Unterbewertung des Zustandes von Betroffenen zu sein, fügt die Designerin hinzu.

Pflaster warnt durch Vibrationen vor Atemproblemen
Das Pflaster arbeitet ähnlich wie eine Stethoskop. Es misst über einen empfindlichen akustischen Sensor, wenn Nutzer unter Atemlosigkeit leiden oder eine keuchende Atmung aufweisen. Erkrankte bemerken teilweise die Anzeichen eines Asthmaanfalls nicht, wenn sie beispielsweise während der Arbeit auftreten. Das tragbare Pflaster überwache ihre Atmung und gebe den Erkrankten den ganzen Tag ein vibrierendes Feedback, erklärt Kawecki.

Inhalator kommuniziert über Bluetooth mit einer Smartphone-App
Der mit dem Respia verwendete Inhalator ist mit Bluetooth ausgestattet, um Informationen über verwendete Medikamente an eine App auf einem Smartphone weiterzuleiten. Diese zeigt beispielsweise an, ob und wie viele Dosen des Medikaments noch vorhanden sind.

Mehr Geld und Unterstützung für Massenherstellung benötigt
Bisher hatte die Designerin bereits einen Prototyp des Geräts entwickelt. Jetzt benötige es mehr Geld und Unterstützung, um das Gerät einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, erläutert Frau Kawecki.

System erspart die Arbeit des Asthma-Managements
Das System ist sehr gut durchdacht, es gibt eine Aufladestation zur Ladung des Inhalators. In dieser kann auch das Pflaster gelagert werden. Das tragbare Pflaster macht dem Benutzer über akustische Symbole bewusst, wenn ihre Asthma-Symptome sich verschlechtern. Dies entfernt die mentale Belastung der Erkrankten und erspart ihnen die Arbeit des Asthma-Managements, erklärt die Designerin. (as)

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