Neue Gesundheitskasse Südwest unter Dach und Fach

Heilpraxisnet

Gesundheitskasse Südwest: Neue regionale Krankenkasse mit rund zwei Millionen Versicherten – Verwaltungsräte der drei Kassen stimmen Fusion zum 1. Oktober 2011 zu

07.07.2011

Zum 1. Oktober 2011 geht die neue Gesundheitskasse Südwest an den Start. Dies haben die Verwaltungsräte der AOK des Saarlandes, der AOK Rheinland-Pfalz und der IKK Südwest in ihren Sitzungen jeweils einstimmig beschlossen.

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Die neue Großkasse für die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland versichert dann rund 1,4 Millionen Mitglieder (1,9 Millionen Versicherte). Mit einem Marktanteil von mehr als 40 Prozent ist die Gesundheitskasse Südwest damit regionaler Marktführer und gehört zu den größten Krankenkassen in Deutschland. Der Sitz der Hauptverwaltung wird im rheinland-pfälzischen Eisenberg sein, das Saarland erhält eine eigene Direktion in Saarbrücken.

„Diese Fusion ist bundesweit einzigartig und bedeutet einen Meilenstein für die Gesundheitspolitik in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Es ist die erste kassenartenübergreifende Fusion, an der drei Krankenkassen beteiligt sind“, so die Vorstände Walter Bockemühl (AOK Rheinland-Pfalz), Karlheinz Delarber (AOK Saarland) und Frank Spaniol (IKK Südwest).

„Der Zusammenschluss ist ein Glücksfall für die gesamte Region“, ergänzen die Arbeitgebervertreter aus den Verwaltungsräten der beteiligten Kassen Winfried Burger (IKK Südwest), Willi Kuhn (AOK Rheinland-Pfalz) und Joachim Malter (AOK Saarland). „Wir sind sicher, dass wir mit der gestärkten Position als Marktführer zum Wohle der Menschen im Südwesten vieles bewegen können.“ Während andere Mitbewerber rote Zahlen schreiben und viele Krankenkassen bereits Zusatzbeiträge erheben müssen, werden die Mitglieder der Gesundheitskasse Südwest auch in Zukunft von solchen finanziellen Mehrbelastungen verschont.

„In Zeiten, in denen bundesweit über die angespannte Finanzsituation von Krankenkassen diskutiert wird, setzen wir ein deutliches Signal: Unsere Versicherten werden auch in Zukunft weiterhin keinen Zusatzbeitrag zahlen“, betonen die Versichertenvertreter aus den jeweiligen Verwaltungsräten Gerhard Freiler (IKK Südwest), Dietmar Muscheid (AOK Rheinland-Pfalz) und Alfred Staudt (AOK Saarland). „Somit bieten wir unseren Versicherten auch in Zukunft einen spürbaren Preisvorteil.”

Einen fusionsbedingten Stellenabbau schließen sowohl die Vorstände als auch die Verwaltungsratsvorsitzenden aus – im Gegenteil: Die neue Gesundheitskasse Südwest wird mit insgesamt ca. 4.500 Mitarbeitern zu den zehn größten Arbeitgebern im Südwesten gehören. Ein flächendeckendes Geschäftsstellennetz in Rheinland-Pfalz und im Saarland sichert die wohnortnahe Betreuung der Versicherten und Arbeitgeber in der Region. (pm)