Neue Rückrufaktion bei Lidl-Märkten wegen Hepatitis E-Viren im Salat

Alfred Domke

Rückruf bei Lidl: Hepatitis-E-Viren in Meeresalgen-Salat entdeckt

Der niederländische Hersteller Heiploeg International B.V. ruft das Produkt „Wakame Salat – Meeresalgen Natur, 100g“ zurück. In dem Salat, der beim Discounter Lidl verkauft wurde, sind Hepatitis-E-Viren nachgewiesen worden. Diese Erreger können zu schweren Leberentzündungen führen.


Vom Rückruf betroffenes Produkt nicht verzehren

Der niederländische Hersteller Heiploeg International B.V. hat einen Rückruf für das Produkt „Wakame Salat – Meeresalgen Natur, 100g“ mit Verbrauchsdatum bis einschließlich 05.06.2018 gestartet. „In einer Untersuchung wurden in einer Packung des betroffenen Produktes Hepatitis E-Viren nachgewiesen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Und weiter: „Hepatitis E-Viren können Auslöser von schweren Leberentzündungen sein. Aufgrund dieses Gesundheitsrisikos sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und das betroffene Produkt nicht verzehren.“

Der niederländische Hersteller Heiploeg International B.V. hat einen Rückruf für das Produkt „Wakame Salat – Meeresalgen Natur, 100g“ gestartet. In dem beim Discounter Lidl verkauften Salat wurden Hepatitis-E-Viren nachgewiesen. (Bild: mitifoto/fotolia.com)

Für bestimmte Personen kann die Infektion sehr gefährlich werden

Gesundheitsexperten zufolge heilen die meisten Hepatitis-E-Infektionen bei den Betroffenen ohne oder mit kaum spürbaren Beschwerden aus.

Manchmal kommt es erst nach Wochen zu grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen oder auch dunklem Urin.

Später kommen oft Gelbsucht und Oberbauchschmerzen hinzu, wobei erstere nicht bei allen Patienten auftritt.

Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit einer chronischen Lebererkrankung kann eine Infektion allerdings auch sehr gefährlich werden.

Bei diesen Personen drohen chronische Verläufe mit akuten Beschwerden oder eine gefährliche Leber-Zirrhose.

Bei Lidl Deutschland verkauft

Den Angaben zufolge wurde das vom Rückruf betroffene Produkt bei Lidl Deutschland verkauft.

Der Discounter habe nach eigenen Angaben sofort reagiert und die betroffene Ware aus dem Verkauf genommen.

Das Produkt kann in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. (ad)