Neuer Yogatrend: Beim „Goat-Yoga“ mit den Ziegen entspannen

Alfred Domke
„Goat-Yoga“: Ziegen helfen beim Entspannen
Kaum eine Methode ist besser zum Stressabbau geeignet als Yoga. Die Entspannungsübungen haben auch positive Auswirkungen auf den Körper. In den letzten Jahren wurden immer wieder neue Elemente mit der Jahrtausende alten Lehre kombiniert. Der neueste Schrei heißt: „Goat-Yoga“. Ziegen helfen beim Entspannen.

Yoga fördert die Gesundheit
Auch in westlichen Ländern ist Yoga seit Jahren eine beliebte Methode, um dem Stress im Alltag zu entfliehen. Man kann damit aber nicht nur hervorragend entspannen, sondern auch seiner körperlichen Gesundheit Gutes tun. So kann Yoga den Blutdruck normalisieren und chronische Rückenschmerzen lindern. Zudem wirken die Übungen bei psychischen Krankheiten und helfen bei der Gewichtsreduktion. Mittlerweile gibt es immer mehr Varianten, ganz neu ist das „Goat-Yoga“.

In den USA macht sich ein neuer Trend breit: das „Goat-Yoga“. Dabei machen Menschen Yogaübungen während die Ziegen frei um sie herum laufen. Die Tiere sollen beim Entspannen helfen. (Bild: Carola Schubbel/fotolia.com)

Immer wieder neue Varianten
Manche Formen erfreuen sich nicht unbedingt großer Beliebtheit. Nicht jedermanns Sache sind beispielsweise Bikram-Yoga bei schweißtreibender Hitze, „Naked Yoga“, das völlig nackt praktiziert wird oder „Doga“ mit Vierbeinern. („Doga“ setzt sich zusammen aus „dog“ (Hund) und „Yoga“).

Wurde zuletzt noch das SUP-Yoga, das auf einem schwimmenden Stehpaddel-Brett praktiziert wird, als der neue Trend angepriesen, ist es nun das „Goat-Yoga“, auf das viele in den USA schwören.

Yoga mit Ziegen? Das hört sich etwas skurril an. Doch für Lainey Morse, Besitzerin der „No Regrets“-Farm im US-Bundesstaat Oregon, ist das die perfekte Kombination. „Ziegen sind perfekt für die Yogapraxis, weil sie nicht nur Natur und Tiere verbinden, sondern auch Yoga und das passt alles so gut zusammen“, sagte Morse gegenüber „CNN“.

Ziegen nehmen am Yoga teil
Sie betrieb schon seit längerem eine Farm und hatte dort auch Ziegen. Eines Tages meinte eine Yogalehrerin bei einer Geburtstagsparty: „Du solltest hier draußen eine Yoga-Klasse haben.“

„Ich sagte okay, aber die Ziegen müssen daran teilnehmen.“ Damit war die Idee geboren.

Die Menschen machen Übungen und die Ziegen laufen um sie herum. Manchmal lehnen sich die Tiere auch an die Leute an oder kraxeln an ihnen hoch. „Das lustigste dabei ist, die Gesichter zu sehen, wenn wer von einer kleine Ziege beim Yoga abgelenkt wird. Es ist eine Ablenkung, aber eine fröhliche Ablenkung.“

Tiere wirken fast meditativ
„Ziegen sind etwas schelmisch und knabbern schon mal an der Yoga-Matte“, erläuterte die 45-Jährige. Doch das stört die Frau, die selbst an einer Autoimmunkrankheit leidet, keineswegs. Die Tiere böten Vorteile: „Man kann sich an ihrer Seite total entspannen. Sie sind sehr anhänglich und beim Wiederkäuen wirken sie fast meditativ.“

Ihr ist auch bekannt, dass Ziegen beim Yoga keine Wunder vollbringen können: „Das heilt keine Krankheiten, aber es hilft Menschen bei der Bewältigung bei was auch immer sie durchmachen.“

Die Wiesen auf denen das „Goat-Yoga“ stattfindet, seien nicht mit Ziegendreck verunreinigt. Und auch schlechte Gerüche seien nicht zu befürchten. Nur Ziegenböcke riechen streng, nicht aber die kastrierten Streichel-Ziegen auf der Farm.

Ihren Angaben zufolge interessieren sich immer mehr Menschen für die Kurse auf dem Land. „Die Teilnehmer strahlen über das ganze Gesicht.“ Auch in anderen Orten wurde die Methode nun übernommen. Manche werben mit einer „ganz neuen Art von Zen“.

Lainey Morse will sich „Goat-Yoga“ per Markenzeichen schützen lassen und mit Franchise-Lizenzen weltweit verbreiten. Es gebe auch schon Anfragen aus Europa. (ad)