Neues Diagnostikverfahren bei Dünndarmblutungen

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DAK zahlt neues Diagnostikverfahren bei Dünndarmblutungen: Hightech-Kapsel bringt Klarheit

26.01.2011

Darmleiden gehören zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Die Ursachen sind vielfältig, sie zu entdecken, ist oft nicht einfach und ging bisher meist mit einer Darmspiegelung einher. Da aber selbst diese Untersuchung Lücken aufweist, übernimmt die DAK jetzt bei unklaren Blutungen des Dünndarms die Kosten für ein neues, ergänzendes Diagnostikverfahren – die Kapselendoskopie.

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Hightech-Kapsel schließt Untersuchungslücke
„Die Kapselendoskopie ist eine Hightech-Untersuchungsmethode und liefert bei unklaren Dünndarmblutungen ergänzende Bilder zur Darmspiegelung“, erläutert Dieter Carius, DAK-Experte für innovative Behandlungsmethoden. „Dabei wird eine kleine Kapsel einfach geschluckt und macht auf dem Weg von der Speiseröhre bis durch die Darmpassage Fotos. Diese werden drahtlos an ein Aufzeichnungssystem außerhalb des Körpers übermittelt und ermöglicht so gezieltere Therapieentscheidungen.

Meist schonende Vorbereitung
Der Patient muss sich in den meisten Fällen nicht – wie bei einer klassischen Darmspiegelung – auf die Untersuchung mit einer Darmreinigung vorbereiten. In der Regel reicht es, am Vortag nach dem Mittagessen nur noch klare Flüssigkeiten zu sich zu nehmen. Die Kapsel wird abschließend einfach wieder ausgeschieden.

„Wir gehen davon aus, dass unseren Kunden innerhalb der nächsten zwei Wochen die Kapselendoskopie zur Verfügung stehen wird“, sagt
Dieter Carius. DAK-Kunden können sich dann die Kostenübernahme vor der Behandlung durch die Kasse genehmigen lassen. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit der Kostenerstattung. Dabei wird die Rechnung nach der Behandlung im DAK-Servicezentrum eingereicht. (pm)