Nicht nur zu Weihnachten: Wie sich Essensverschwendung vermeiden lässt

Alfred Domke
Experten-Tipps: So lässt sich Lebensmittel-Verschwendung vermeiden
Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Vor allem auch an den Weihnachtstagen steht oft viel mehr Essen auf dem Tisch, als nötig ist. Experten haben wertvolle Tipps parat, wie die Verschwendung von Lebensmitteln reduziert werden kann.

Deutsche werfen jedes Jahr elf Millionen Tonnen Lebensmittel weg
Laut einem Bericht der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und des UN-Umweltprogramms wird ein Großteil der Nahrung weltweit weggeworfen. Auch in Deutschland landen pro Jahr rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Dies geht aus einer Studie der Universität Stuttgart hervor, berichtet die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesernährungsministeriums. Vor allem auch an Weihnachten steht oft mehr Essen auf dem Tisch, als die Festtagsgäste essen können. Experten geben Tipps, wie die Verschwendung von Lebensmitteln vermieden werden kann.

Allein in Deutschland landen jedes Jahr rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Vor allem an Weihnachten bleibt oft viel Essen übrig. Experten geben Tipps, wie Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann. (Bild: Floydine/fotolia.com)

Eine gute Planung ist das A und O
Ganz wesentlich bei der Vorbereitung des Festtagmenüs ist die Frage, wie viel die Gäste überhaupt essen. Frank Waskow von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa, dass vor allem bei Büfetts häufig vergessen werde, „dass man sich völlig außerhalb der Portionen bewegt und dass dann am Ende etwas übrig bleibt“.

„Halten Sie sich bei der Planung an die Durchschnittsmenge pro Person von insgesamt circa 800 Gramm Lebensmitteln“, schreibt die Verbraucherzentrale auf ihrer Webseite.

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„Rohkostliebhaber, Vegetarier, Fleischfans? Denken Sie an die unterschiedlichen Vorlieben und planen nicht zu viel Fleisch ein. Schon bei einem 2-Gänge Menü reichen 125 Gramm Fleisch pro Person aus“, heißt es dort weiter.

Damit die Gäste satt werden und keine Reste übrig bleiben
Mit einem Portionsplaner der Verbraucherzentrale lassen sich die richtigen Portionsgrößen leichter herausfinden. Von der Initiative „Zu gut für die Tonne“ gibt es zu diesem Zweck einen Partyplaner, mit dem die Menge an Speisen berechnet werden kann, „damit die Gäste satt werden und trotzdem keine Reste übrig bleiben“.

So gelingt das Festtagsessen
„Zu gut für die Tonne“ hat auf ihrer Internetseite auch einige Tipps gegen Kochpannen parat, damit das Festtagsessen nach kleinen Fehlern des Kochs nicht weggeworfen werden muss.

So lassen sich beispielsweise versalzene Speisen mit Sahne, Wasser oder Wein strecken. Und angebrannte Stellen könnten abgeschnitten werden, überschüssiges Fett lasse sich abschöpfen.

Speisereste gegebenenfalls einfrieren
Bleibt aber trotz der guten Planung etwas übrig, sollte man Speisereste, sobald sie kalt geworden sind, möglichst schnell in den Kühlschrank stellen, empfiehlt Verbraucherschützer Waskow.

Nach Angaben von „Zu gut für die Tonne“ bleibt Fleisch bei kühler Lagerung bis zu drei Tage genießbar, gegarter Fisch und Beilagen zwei Tage. Wenn absehbar ist, dass die Reste in dieser Zeit nicht verwertet werden, gibt es immer noch das Tiefkühlfach.

Bei minus 18 Grad halten sich eingefrorene Speisen mehrere Monate lang. Es muss auch nicht die ganze Restmenge auf einmal verzehrt werden, denn aufgetaute Lebensmittel kann man wieder einfrieren. (ad)