Norovirus-Infektion in Neustädter Jugendherberge

Fabian Peters

Zahlreiche Norovirus-Infektionen in Neustädter Jugendherberge

27.05.2011

Neben den zahlreichen EHEC-Infektionen werden derzeit vermehrt Infektionen mit dem Norovirus gemeldet. Nachdem am Mittwochabend bereits 15 Gäste einer Jugendherberge in Oerlinghausen wegen einer Norovirus-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, wurde am Donnerstagabend auch in einer Jugendherberge in Titisee-Neustadt / Rudenberg Großalarm aufgrund der drastischen Ausbreitung von Norovirus-Infektionen ausgelöst.

Mehr zum Thema:

Zahlreiche Schüler mussten wegen einer Norovirus-Infektion von der Rudenberger Jugendherberge aus ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nachdem mehrere Schüler an massiven Brechdurchfall (Gastroenteritis) erkrankt waren, wurde – nicht zuletzt aufgrund der Sorge vor einer möglichen EHEC-Infektionswelle – am Donnerstagabend Großalarm für die Rettungskräfte ausgelöst. Wegen des erheblichen Flüssigkeitsverlustes und drohender Dehydratation wurden 21 Siebt- und Achtklässler in Kliniken eingeliefert.

Norovirus-Infektionen erforderten zahlreiche Krankenhauseinlieferungen
Rund 200 Schüler und ihre Betreuer hielten sich zum Zeitpunkt des Großeinsatzes in der Jugendherberge in Neustadt-Rudenberg auf. 21 Schüler litten aufgrund einer Norovirus-Infektion unter so schwerem Brechdurchfall, dass eine Krankenhauseinlieferung erforderlich wurde, um den massiven Flüssigkeitsverlust gegebenenfalls mit einer Infusion auszugleichen. Da durch den massives Erbrechen und Durchfall auch der Elektrolyte-Haushalt gestört wird, können diese Infusionen im Zweifelsfall mit Elektrolyten angereichert werden, um den Zustand der Betroffenen zu stabilisieren.

Norovirus-Infektionen sind in Gemeinschaftseinrichtungen besonders häufig
Die Norovirus-Infektionen treten vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Seniorenwohnheimen, Kindergärten, Schulen oder auch Jugendherbergen immer wieder relativ plötzlich als regelrechte Masseninfektion auf. Übertragen werden die Erreger dabei durch die sogenannte Tröpfchen- und Schmierinfektionen, bei der die Viren mit dem Stuhl oder Erbrochenen ausgeschieden und anschließend von den Mitmenschen aufgenommen werden. Auch eine Übertragung der Noroviren durch das Einatmen von Aerosolen, die beim Erbrechen gebildet werden, ist möglich. Schlechte Hygienebedingungen begünstigen ebenfalls die Ausbreitung der Noroviren, da die Krankheit auch durch den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen, Nahrungsmittel und Getränken übertragen werden kann. (fp)