Zeckenstich: Nur sicherer Sex schützt vor Zecken

Sebastian
„Sommer, Sonne, Zeckenstich“: Wenn die Sommertage warm sind, dann können sich viele Paare vorstellen, auch im Freien Sex zu haben. Dieser sollte jedoch unbedingt „Safer“ sein, mahnt der Zecken-Informationsdienst. Safer ist nicht nur wichtig, um sich vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen, sondern auch vor Zecken.

Zecken lauern im Gras
Fühlen sich Pärchen in Wald und Wiesen unbeobachtet, sind sie doch nicht allein. „Zecken lauern im hohen Gras, in Büschen und im Unterholz. Obwohl die kleinen Spinnentiere keine Augen haben, erkennen sie die Menschen am Geruch. Damit der Sex im Freien wirklich safe ist, sollten Freiluft-Fans neben Kondomen auch an die FSME-Impfung denken“, so die Experten. In vielen Regionen Deutschlands ist das Risiko groß, sich durch einen Zeckenbiss mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu infizieren. Eine relativ hohe Gefahr besteht hauptsächlich in Baden-Württemberg und Bayern, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen. „Vereinzelt aber auch in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen.“

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Safer: Landkarte vor dem Outdoor-Vergnügen studieren
Bevor die Liebelei losgehen kann, sollte sich Pärchen die Landkarte vom Robert-Koch-Institut (RKI) anschauen. Das ist zwar Unromantisch aber Sicherer. Wer hauptsächlich in den Risikogebieten lebt, sollte eine Impfung in Erwägung ziehen. Das gilt vor allem dann, wenn man sich viel im Freien befindet, das empfielt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Auch wer nur Urlaub in den Risikogebieten macht oder sich kurzfristig aufhält, sollte die Impfung unternehmen. Personen, die in FSME-Gebieten in Deutschland wohnen, haben bei den gesetzlichen Krankenkassen einen Anspruch auf Kostenerstattung der FSME-Impfung.

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Die Warnung kommt allerdings relativ spät. Selbst bei einer Schnellimmunisierung gegen FSME vergehen Wochen, bis Geimpfte vor einer Infektion geschützt sind. Daher sind „Outdoor-Liebhaber“ zunächst besser gewappnet, wenn die Landkarte des RKI beachtet wird. Als Faustformel gilt, hauptsächlich im Süden sind die Gebiete mit dem höchsten FSME Risiko. (sb)

: Thorben Wengert / pixelio.de