Ökotest: Keime und Pestizide in Fertigsalaten

Heilpraxisnet

„Ökotest“: Keime und Pestizide in Fertigsalaten

01.02.2015

Einem Test der Zeitschrift „Ökotest“ zufolge sind Fertigsalate oft stark mit Keimen, Schimmelpilzen oder Pestiziden belastet. Lediglich einer von neun untersuchten Salaten sei zu empfehlen gewesen.

Einer von neun Salaten zu empfehlen
Nach einem Test der Zeitschrift „Ökotest“ sind Fertigsalate häufig stark mit Keimen, Schimmelpilzen oder Pestiziden belastet. Wie die Nachrichtenagentur AFP mitteilt, berichtete „Ökotest“ am Freitag vorab aus seiner Februar-Ausgabe, dass nur einer von neun untersuchten Salaten zu empfehlen gewesen sei. Demnach wiesen die meisten der abgepackten Produkte Keimbelastungen auf, welche mindestens einen der jeweiligen Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie knackten.

Zehnmal so viele Schimmelpilze wie erlaubt
Laut dem Bericht entdeckten die Tester einen Salat, der sogar gleich drei Richtwerte überschritt: den für die Gesamtkeimzahl, für Schimmelpilze sowie Hefen. Und in einem abgepackten Salatmix seien zehnmal so viele Schimmelpilze wie erlaubt festgestellt worden. Die Tester entdeckten Spuren von bis zu acht Pestiziden und das obwohl die Salate mehrfach gewaschen verpackt werden. Den Angaben zufolge wurden von jeder der neun Sorten drei Proben für den Test genommen. Es wurden also insgesamt 27 Salate untersucht.

Gesundheitsgefährdung besonders für Kinder und Schwangere
Laut dem Bericht wurde in neun Tüten das Insektengift Cypermethrin nachgewiesen, das für das Bienensterben mitverantwortlich gemacht wird. Des weiteren hat das Labor in sieben Packungen Spuren des Pilzgifts Iprodion gefunden. Dieses steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Insgesamt 16 Proben enthielten Perchlorat oder Chlorat. Dem Bericht zufolge können diese beiden Stoffe vorübergehend die Jodaufnahme in der Schilddrüse blockieren, was besonders problematisch für Kinder, Schwangere und Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion sein kann.

Tester raten zu frischen Salaten
Von den Testern wurde empfohlen, anstelle von Fertigprodukten besser frische Salate zu erwerben. Diejenigen, die aber trotzdem einmal einen abgepackten Salat kaufen, sollten diesen zumindest vor dem Verzehr nochmals gut waschen. Verzichtet werden sollte auf Salate angesichts solcher Meldungen keineswegs. Die verschiedenen Salatsorten enthalten viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Grüner Salat beispielsweise kann die Verdauung anregen. Wer Ideen für leckere Salat-Rezepte sucht, findet diese unter anderem in Kochbüchern oder im Internet.

Gefährliche Stoffe in Fingerfarben
Aus „Ökotest“ (Februar-Ausgabe) wurde vorab noch über weitere potentiell gesundheitsgefährdende Produkte berichtet. So haben die Tester auch gefährliche Stoffe in Fingerfarben nachgewiesen. Demnach seien nur drei der 16 getesteten Farben zu empfehlen. In den anderen Produkten fanden sich den Angaben zufolge krebserregende oder andere gefährliche Stoffe, wie etwa Nitrosamine. Diese wirkten im Tierversuch krebserregend. Und in einem Produkt sei eine unzulässige Menge eines bedenklichen Farbbestandteils nachgewiesen worden, der bei Hautkontakt toxisch wirken könne. (ad)

Bild: Sebastian Karkus / pixelio.de