Ökotest: Krebserreger in Filzstiften gefunden

Sebastian

Ökotest fand gesundheitsgefährdende Stoffe in Filzstiften. Eltern sollten bei der Wahl der Stifte sehr genau darauf achten, welche giftigen Stoffe enthalten sind.

(02.05.2010) Das Testmagazin "Ökotest" hat Filzstifte verschiedener Hersteller gestestet und dabei krebserregende Stoffe gefunden, die vor allem für Kinder gesundheitlich gefährlich sein könnten. Insgesamt wurden 20 unterschiedliche Filzstifte-Sets geprüft. In vier Stifte-Sets fand Ökotest in den Ummantelungen krebserregende Stoffe wie Cadmium oder Blei. Dabei wurden bei den Sets die Grenzwerte der Chemikalien-Verordnung vielfach überschritten. Mit diesen Werten dürften die Stifte eigentlich im Handel nicht verkauft werden.

Kinder spielen und malen gern mit Filzstiften. Viele Kinder kauen auch gern auf den Stiften herum. Um so wichtiger ist es, dass die Stifte keine gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalten. Doch die Ergebnisse der Zeitschrift "Ökotest" sind recht dramatisch. Denn beim Kauen der Stifte werden die Stoffe durch den Mund aufgenommen. In zwölf Filzstift-Marken wurden halogenorganische Verbindungen gefunden, die u.a. Allergien auslösen können. In einem Stift-Set wurden sogar hohe Mengen von Diethylenglykol nachgewiesen. Diethylenglykol kann Hautreizungen sowie Reizungen der Augen auslösen. In einem anderen Stifte-Set wurde der Farbstoff-Anteil Anilin gefunden. Anilin steht ebenfalls neben Cadmium Blei im Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen.

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Grundsätzlich sollten Eltern auf Stifte zurück greifen, die die Ökotest-Note "Sehr gut" erhalten haben. Meistens finden sich diese Stiftsorten in Bio- und Alternativ Läden. Zudem sollte man darauf achten, dass die Stifte in Europa hergestellt worden sind. Diese Stifte bekamen wenigstens die Note "befriedigend". Achtung: Kinder sollten keine Filzstifte verwenden, die mit der Aufschrift "permanent", "Allesmarker" oder "Whiteboard" versehen sind. Solche Filzstifte enthalten giftige Lösungsmittel die durch die Luft eingeatmet werden. (sb)

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Bild: Claudia Hautumm, Pixelio.de.