Omega-3-Fettsäuren gut für Rheumapatienten

Heilpraxisnet

Omega-3-Fettsäuren sind gut für Rheumapatienten

10.12.2014

Rheumapatienten sollten vermehrt auf Nahrungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren zurückgreifen, da diese entzündungshemmend wirken und zudem helfen, Entzündungsfolgen für die Gelenke zu mindern, so Jörg Wendler vom Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh). Omega-3-Fettsäuren sind überwiegend in Lein-, Wallnuss- oder Sojaöl sowie fettreichem Fisch enthalten. Zudem wirkt das im Rotwein enthaltene Reveratrol entzündungshemmend.

„In einigen Forschungsprojekten konnte nachgewiesen werden, dass der in Rotwein enthaltene Naturstoff Resveratrol eine schützende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat", erläutert Professorin Verena Dirsch von der Uni Wien. Entzündungsfördernd wirken dagegen gesättigte Fettsäuren, die überwiegend in Nahrungsmitteln wie rotem Fleisch oder fettreichen Milchprodukten zu finden sind. Diese Lebensmittel gilt es, zu meiden. Ein Totalverzicht ist jedoch nicht nötig. Vielmehr sei es wichtig, ein gesundes Gleichgewicht der verschiedenen Fettsäuren in der Ernährung herzustellen. Das heißt, den Fettbedarf überwiegend pflanzlich oder mit Fisch zu decken.

Rauchen abgewöhnen
Darüber hinaus sollten Rheumapatienten das Rauchen unbedingt einstellen, da sich die Gefahr an Rheuma zu erkranken dadurch deutlich erhöht. Das haben schwedische Forscher um Daniela di Guiseppe vom Karolinska Institut in Stockholm im Rahmen einer Langzeitstudie nun herausgefunden. Demnach begünstigen bestimmte Rauchinhaltsstoffe die Bildung genau dieser Eiweiße und in der Folge die Autoimmunreaktion. Rauchen kann auf diese Weise die entzündliche Gelenkserkrankung auslösen beziehungsweise sie verschlimmern. So habe die Studie ergeben, dass selbst jene Probandinnen, die nur eine bis sieben Zigaretten pro Tag rauchten, ein mehr als doppelt so hohes Risiko hatten, an Gelenkrheuma zu erkranken als Nichtraucher. Die Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse in dem Fachmagazin „arthritis research&therapy“ veröffentlichten, erklärten, dass das Risiko selbst dann noch Jahre erhöht bleibe, wenn man sich das Rauchen abgewöhnt. (jp)

Bild: TiM Caspary / pixelio.de