Omega-3-Fettsäuren können unser Risiko für akute Herzinfarkte deutlich reduzieren

Fisch ist gesund und schmeckt augezeichnet. Forscher fanden jetzt heraus, dass fetter Fisch uns sogar vor Herzinfarkten schützen kann. Der Grund dafür sind enthaltene Omega-3-Fettsäuren. (Bild: karepa/fotolia.com)
Alexander Stindt
Essen Sie viel fetten Fisch, um sich vor Herzinfarkten zu schützen
Ein Herzinfarkt ist ein akutes und lebensbedrohliches Ereignis, das niemand freiwillig erleben möchte. Schon lange suchen Mediziner nach Mitteln und Wegen, um Herzinfarkte zu verhindern oder zumindest deren Wahrscheinlichkeit zu reduzieren. Forscher fanden jetzt heraus, dass der regelmäßige Konsum von Fisch und anderen Lebensmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, dazu führt, dass sich unser Risiko für diese tödliche Herzerkrankung verringert.

Herzinfarkte zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Viele davon könnten vielleicht durch eine simple Umstellung unserer Essgewohnheiten verhindert werden. Wissenschaftler von der Tufts University in Boston und der Stanford University School of Medicine stellten jetzt bei einer Untersuchung fest, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit Omega-3-Fettsäuren uns vor Herzinfarkten schützen kann. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „JAMA Internal Medicine“.

Fisch ist gesund und schmeckt augezeichnet. Forscher fanden jetzt heraus, dass fetter Fisch uns sogar vor Herzinfarkten schützen kann. Der Grund dafür sind enthaltene Omega-3-Fettsäuren. (Bild: karepa/fotolia.com)
Fisch ist gesund und schmeckt augezeichnet. Forscher fanden jetzt heraus, dass fetter Fisch uns sogar vor Herzinfarkten schützen kann. Der Grund dafür sind enthaltene Omega-3-Fettsäuren. (Bild: karepa/fotolia.com)

Konsum von Fisch schützt vor Herzinfarkten
Die Ergebnisse unserer Studie unterstützen die Bedeutung von Fisch zum Schutz vor Herzinfarkten, sagen die Forscher. Aufgrund des hohen Omega-3-Anteils sollten wir mehr Fisch konsumieren, um uns gesünder zu ernähren und vor Herzerkrankungen zu schützen, erläutert Autor Dr. Dariush Mozaffarian von der Friedman School of Nutrition Science and Policy an der Tufts University in Boston.

Welche Fische enthalten die meisten Omega-3-Fettsäuren?
Es gab zwar in letzter Zeit einige Studien zum Thema Fischöl, allerdings bestanden weiterhin Unsicherheiten über die kardiovaskulären Effekte von Omega-3-Fettsäuren, erläutert Dr. Mozaffarian weiter. Fische gehören mit zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Omega-3-Fettsäuren. Fetter Fisch wie Lachs, Forelle, Sardellen, Sardinen und Hering enthalten die meisten dieser Nährstoffe.

Studie analysiert die Daten von fast 46.000 Probanden
Auch Walnüsse, Leinöl, Rapsöl und einige andere Samen und Nüsse enthalten Omega-3-Fettsäure auf pflanzlicher Basis, welche als alpha-Linolensäure bezeichnet wird, erläutern die Wissenschaftler. Für ihre aktuelle Studie analysierten die Forscher die Daten von 19 Studien aus 16 Ländern. An diesen waren fast 46.000 Menschen beteiligt. Von den Probanden erlitten knapp 8.000 einem ersten Herzinfarkt. Im Laufe der Zeit verstarben 2.781 Teilnehmer infolge ihrer Herzprobleme, sagen die Mediziner.

Omega-3-Fettsäuren auf pflanzlicher Basis verringern das Risiko für tödliche Herzinfarkte
Omega-3-Fettsäuren, die auf pflanzlicher Basis und Meeresfrüchten basierten, wurden mit keinem verringerten Risiko für nicht tödliche Herzinfarkte in Verbindung gebracht. Allerdings gab es ein um zehn Prozent reduziertes Risiko bei tödlichen Herzinfarkten. Die Studie konnte dafür keine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung feststellen.

Andere positive Effekte von Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren haben noch ganz andere positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.Ältere Studien ergaben, dass Omega-3-Fettsäuren gut für Rheumapatienten sind. Außerdem scheinen Omega-3-Fettsäuren zur Alzheimer-Vorsorge geeignet, weil sie die Leistung unseres Gedächtnisses verbessern können.

Die Ergebnisse bieten ein umfangreiches Bild über die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren
Die neue Analyse bietet das bisher umfassendste Bild, wie Omega-3-Fettsäuren unsere Herzerkrankungen beeinflussen können, sagt die Studienleiterin Liana Del Gobbo von der Stanford University School of Medicine. Die Ergebnisse der vielfältigen Studien waren auch unter Einbezug von Alter, Geschlecht, Rasse, eventuellen Diabetes-Erkrankungen, der Verwendung von Aspirin oder cholesterinsenkenden Medikamenten konsistent, fügt Gobbo hinzu. (as)

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