100 Orgasmen am Tag durch PSAS

Heilpraxisnet

PSAS: Täglich bis zu 100 Orgasmen durch seltene Krankheit

24.09.2014

Meist wird die seltene Krankheit PSAS („Persistent sexual arousal syndrome“) mit Frauen in Verbindung gebracht. Betroffene leiden dabei an einer sexuellen Dauererregung. Nun wird über einen Mann aus den USA berichtet, der an der seltenen Krankheit leidet: Bis zu 100 Orgasmen erlebt der 37-Jährige am Tag.

Sexuelle Dauererregung meist bei Frauen
Bei PSAS („Persistent sexual arousal syndrome“) handelt es sich um eine seltene Krankheit, bei der die Patienten an einer sexuellen Dauererregung leiden. Meist sind Frauen betroffen. Doch nun wird in verschiedenen Medien über einen Mann aus den USA berichtet, der aufgrund der Krankheit bis zu 100 Orgasmen am Tag erleidet. Der 37-Jährige aus dem Bundesstaat Wisconsin ist verheiratet und zweifacher Vater. Seit einem unglücklichen Unfall im Jahr 2012 leidet er an PSAS und traut sich seinen eigenen Angaben zufolge nicht mehr aus dem Haus.

Orgasmen auf dem Weg in die Klinik und bei Beerdigung
Der Leidensweg begann, als der Mann vor zwei Jahren wegen Rückenschmerzen ins Krankenhaus musste. Auf dem Weg dorthin habe er fünf Orgasmen erlebt. Vermutlich sei die herausgerutschte Bandscheibe der Grund dafür gewesen, wie verschiedene US-amerikanische, kanadische und britische Medien berichten. Seitdem „kommt“ der heute 37-Jährige täglich bis zu einhundert Mal und das unter großen Schmerzen. Seine Erektion sei fast dauerhaft und die Höhepunkte zufällig und ungewollt. In der Öffentlichkeit habe es peinliche Vorfälle gegeben, der Familienvater spricht von „ekelhaften“ Ereignissen. So habe er bei der Beerdigung seines Vaters neun Orgasmen gehabt. Wenn man so etwa s erlebt, „dann möchte man nie wieder in seinem Leben einen Orgasmus haben“ sagte der Patient.

Angehörige leiden mit
Nicht nur er selbst ist psychisch schwer angeschlagen, sondern auch seine Familie leidet mit ihm. Die beiden Söhne verstehen den Angaben zufolge nicht, was mit ihrem Vater los ist. Wie die Ehefrau mitteilte, habe das Paar trotz der Dauererregung kaum noch Sex, da es für den Mann schmerzhaft und auch frustrierend sei, weil er keine volle Befriedigung erzielen könnte. Die New Yorker Ärztin Dr. Dena Harris, die Frauen hilft, die an PSAS leiden sagte: „Ich hoffe, er bekommt die Hilfe, die er so dringend braucht.“

Krankheit hat nichts mit Lust auf Sex zu tun
Frauen, die an PSAS leiden, bekommen teilweise sogar bis zu 250 Orgasmen am Tag. Erstmals beschrieben wurde das Syndrom 2001 und ist noch immer nicht eindeutig erforscht. "Selbst leichte Vibrationen, etwa beim Busfahren, können bei manchen Patienten unerwartete und ungewollte Orgasmen auslösen." Mit Lust auf Sex habe die sexuelle Erregung nichts zu tun. Ursache für die Erkrankung könnten bestimmte Medikamente, zu stark durchblutete Geschlechtsorgane oder in seltenen Fällen eine Missbildung der Geschlechtsorgane sein. Heilmittel gibt es keine, doch scheinbar können Arzneien, wie Antidepressiva Linderung verschaffen. Für die meisten Betroffenen dürfte sich eine psychologische Behandlung anbieten, um besser mit der Krankheit umgehen zu können. (ad)

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