Passivrauchen erhöht das Schlaganfall-Risiko

Fabian Peters

Deutsche Schlaganfall-Hilfe: Schlaganfallgefahr durch Passivrauchen

01.06.2012

Erhöhtes Schlaganfall-Risiko auch für Passivraucher. Zum gestrigen Weltnichtrauchertag haben Experten deutschlandweit über die verschiedenen Risiken des Tabakkonsums und die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Sucht informiert. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Gütersloh nahm den Weltnichtrauchertag zum Anlass, um auf das erhöhte Schlaganfall-Risiko von Passivrauchern hinzuweisen.

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Bereits der passiv inhalierte Rauch von fünf Zigaretten am Tag, führe zu einem deutlichen Anstieg des Schlaganfall-Risikos, berichtet die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in einer Mitteilung zum gestrigen Weltnichtrauchertag. Die Experten schätzen die Anzahl der Schlaganfälle durch Passivrauchen in Deutschland auf circa 1.800 pro Jahr. Auch hätten Kinder, die regelmäßig dem Passivrauch ausgesetzt werden ein erheblich gesteigertes Risiko (um 20 Prozent erhöht) an Bluthochdruck zu erkranken, so die Stiftung weiter. Raucher sollten daher von sich aus darauf achten, ihre Mitmenschen und insbesondere Kinder nicht mit dem Zigarettenqualm zu belasten.

Ursache für das erhöhte Schlaganfall-Risiko der Passivraucher ist laut Aussage der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe vor allem die Beeinträchtigung der Blutgefäße durch die Schadstoffe im Tabakqualm. „Rauchen führt zu einer direkten Schädigung der Gefäßinnenwand, so dass Ablagerungen entstehen“ (Arteriosklerose) und sich an den betroffenen Stellen Thrombosen bilden können, berichtet die Stiftung in ihrer Pressemitteilung. In Folge der Arteriosklerose steigt der Blutdruck und die Durchblutung lässt nach. Die Beeinträchtigungen haben zur Folge, dass bei Passivrauchern schon ab fünf Zigaretten, die täglich in ihrem Umfeld geraucht werden, das Schlaganfall-Risiko deutlich höher liegt als bei Menschen ohne Passivrauchbelastung. 1.800 Schlaganfälle werden demnach jährlich durch das Passivrauchen verursacht, viele enden tödlich.

Doch die Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat auch eine erfreuliche Botschaft: Wird das Einatmen des Tabakrauchs konsequent gemieden, geht das Schlaganfall-Risiko wieder zurück. Dies gilt sowohl für die Passivraucher als auch für die aktiven Tabakkonsumenten. Mit der Zeit kehrt der Geschmacks- und Geruchssinn zurück, es normalisiert sich der Blutdruck und die Durchblutung und die Kapazität der Lunge steigt wieder an, berichtet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe über die positiven Effekte es Rauchstopps. (fp)