Patient fliegt mit Bett aus der Klinik

Fabian Peters

Patient fliegt mitsamt Bett aus Klinik: Eine Krankenhaus in Wolfenbüttel setzt einen Patienten mit Hilfe der Polizei vor die Tür.

19.01.2011

Normalerweise sind Patienten froh, wenn sie das Krankenhaus verlassen können. Doch einem Patienten im niedersächsischen Wolfenbüttel hat der Klinikaufenthalt offenbar so gut gefallen, dass er auch nach Abschluss der Behandlung das Krankenhaus nicht verlassen wollte.

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Der 56-jährige Patient wollte trotz abgeschlossener Behandlung das Krankenhaus in Wolfenbüttel nicht zum festgesetzten Entlassungstermin verlassen. Die Klinik schaltet daraufhin die Polizei ein, welchen den renitenten Patienten kurzerhand mitsamt seines Bettes aus dem Krankenhaus brachte und ihn anschließend im Streifenwagen nach Hause fuhr.

Klinikpersonal ruft Polizei zur Hilfe
Den Mitarbeitern des Klinikums Wolfenbüttel fiel letztendlich keine andere Lösung ein, um den störrischen Patienten zum Verlassen des Krankenhauses zu bewegen – sie riefen die Polizei. Doch der Mann zeigte sich auch gegen die diplomatischen Bemühungen und das gute Zureden der Polizeibeamten resistent. Er weigerte sich trotz mehrfacher Ermahnungen und angedrohtem Platzverweis, sein Bett zu verlassen. Dass der 56-Jährige, wie im Polizeibericht vermerkt, zudem alkoholisiert war, hatte dabei vermutlich einen nicht unerheblichen Einfluss auf sein trotziges Verhalten und erschwerte die Arbeit der Beamten. Diese entschieden sich letztendlich dazu, den renitenten Patienten einfach im Bett aus der Klinik zu fahren und verfrachteten ihn anschließend vor der Tür in den Streifenwagen. Auf der anschließenden Fahrt mit dem außergewöhnlichen Taxi-Service zurück zu seiner Wohnung hat sich der angetrunkene Mann den Angaben der Polizisten zufolge dann endlich beruhigt. Dem 56-Jährigen blüht jetzt jedoch die Rechnung der Polizei über rund 70 Euro für den besonderen Fahrservice im Streifenwagen. (fp)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de