Patienten werden nicht ernst genommen

Astrid Goldmayer

Patienten fühlen sich nicht ernst genommen

11.05.2012

Patienten fühlen sich häufig von Ärzten nicht ernst genommen, wenn sie Kritik an einer Krankenhausbehandlung äußern. Das ergab eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Schön Klinikgruppe. 72 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass es ihnen besonders wichtig sei, dass ihr Krankenhaus „eingehende Erfahrung“ bezüglich ihrer Erkrankung vorweisen kann.

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Jeder Fünfte kritisiert Behandlung
Laut der Forsa-Umfrage konfrontiert etwa jeder Fünfte (18 Prozent) seinen Arzt mit Kritik an der Behandlung. Davon haben jedoch nur 38 Prozent das Gefühl, dass ihre Beschwerde ernst genommen wird. Insgesamt äußern Männer mit 21 Prozent häufiger Kritik an einer Krankenhausbehandlung als Frauen mit 15 Prozent.

Neben eingehender Erfahrung bezüglich der Erkrankung sind für 47 Prozent der Befragten „moderne Medizintechnik“ und für 25 Prozent „Freundliche Zimmer“ sehr wichtig. 76 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben zudem an, dass sie sich bei ihrem Arzt, 66 Prozent in persönlichen Gesprächen und 54 Prozent im Internet über die Qualität eines Krankenhauses informieren würden.

Das Meinungsforschungsinstituts Forsa hat für die Auswertung 500 Deutsche im Alter von 40 bis 70 Jahren befragt, die innerhalb der letzten fünf Jahre eine Behandlung im Krankenhaus hatten. (ag)