Penisamputation nach Überdosis Viagra

Nina Reese

Mann aus Kolumbien verliert nach Viagra-Einnahme sein Genital

24.09.2013

Die Einnahme des Potenzmittels „Viagra“ endete für einen 66-jährigen Kolumbianer aus der Region Huila wenig erfreulich. Nach einer Überdosis mussten Ärzte ihm den Penis operativ entfernen.

Viagra – ein Wundermittel?
Viagra als Wundermittel? Wie die Onlineausgabe der britischen „Daily Mail“ berichtet, ist dies im Falle eines 66-jährigen Kolumbianers ordentlich schief gegangen. Ärzte mussten dem Bauer aus der kleinen Stadt Gigante in der Region Huila am Ende den Penis amputieren. Der Mann hatte sich von den blauen Pillen zur Behandlung von Erektionsstörungen eine kurzzeitige Steigerung seiner sexuellen Ausdauer erhofft, stattdessen hielt die Erektion jedoch auch noch lange nach dem Akt an.

Penisbruch in Folge mehrtägiger Erektion
Nachdem sich bereits erste Blutergüsse gebildet hatten und die Schmerzen immer stärker wurden, ließ sich der Mann im Krankenhaus untersuchen und wurde umgehend ins Universitätskrankenhaus nach Neiva überstellt. Dort wurde schließlich erkannt, wohin das erhoffte Abenteuer mit den Potenzpillen geführt hatte: Durch die mehrtägige unkontrollierte Erektion über Tage hinweg war es zu einem Penisbruch gekommen, durch den mittlerweile eine schwere Entzündung mit ersten Anzeichen von absterbendem Gewebe entstanden war. Die Gefahr einer Ausbreitung der Infektion im ganzen Körper war groß – sodass nach Ansicht der Ärzte eine Amputation des Penisses die einzige Möglichkeit war, um eine lebensgefährliche Situation zu vermeiden. Nach der Entnahme erklärte ein behandelnder Arzt gegenüber der Lokalzeitung La Nación: „Der Patient zeigte Blutergüsse an den Hoden und Penis, wurde behandelt und erholt sich gut."

Jemenitischer Mann stirbt an Überdosis
Wie die „Daily Mail“ berichtet, war bereits Anfang der Woche ein jemenitischer Mann an einer Überdosis Viagra gestorben, welches er als Vorbereitung auf die Hochzeitsnacht mit seiner Braut genommen hatte. Demnach hatte der Mann „fünf Viagra Pillen auf einmal“ dosiert, die schließlich zum Tod geführt hatten.

Häufigkeit von Nebenwirkungen häufig „nicht bekannt“
Experten warnen immer wieder vor gesundheitlichen Risiken durch die Einnahme von Viagra und auch der Hersteller „Pfitzer“ listet im Beipackzettel des Präparats eine Reihe möglicher Nebenwirkungen auf, deren „Häufigkeit nicht bekannt“ ist. Demnach kann es infolge der Einnahme von Viagra unter anderem zu „übermäßig lang anhaltenden und manchmal schmerzhaften Erektionen“ kommen, ebenso wie zu einer „plötzlichen Verschlechterung oder Verlust des Sehvermögens“ und „schwerwiegenden Hautreaktionen“. Dementsprechend sollten Betroffene „die eine mehr als 4 Stunden andauernde Erektion haben, umgehend einen Arzt zu Rate ziehen“, so die Empfehlung des Herstellers.

Natürliche Hausmittel gegen Potenzstörungen
Wer jedoch kein Risiko eingehen möchte, dem bietet die Naturheilkunde zahlreiche Alternativen in Form von natürlichen Hausmitteln gegen Potenzstörungen wie zum Beispiel die Ginseng-Wurzel oder Kraut und Wurzeln der Petersilie. (nr)

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Bild: Erich Werner / pixelio.de