Pollenallergie? Gute Tipps gegen Heuschnupfen

Heilpraxisnet

Nützliche Tipps bei Pollenallergie und Heuschnupfen

23.03.2015

Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland haben mit Pollenallergie und Heuschnupfen zu kämpfen. Jetzt im Frühjahr ist Haupt-Pollensaison und viele Betroffene haben dannjuckende Augen, Niesanfälle und Husten. Es gibt aber einige Tipps, mit denen sich Allergiker schützen können.

Rund 13 Millionen Deutsche haben Heuschnupfen
Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) haben bundesweit rund 16 Prozent der Bevölkerung – also etwa 13 Millionen Menschen – eine Pollenallergie. Wenn der Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern die Schleimhäute von Betroffenen berührt, werden allergische Reaktionen ausgelöst. Dazu zählen beispielsweise tränende und juckende Augen, Niesreiz, eine fließende oder verstopfte Nase, Atemnot bis hin zum Asthma bronchiale. Außerdem kann die Haut reagieren und Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen können auftreten. Je mehr Pollen im Umfeld von Allergikern sind, umso stärker sind die Beschwerden. Verschiedene Hausmittel und auch andere Tipps können helfen, um sich zu schützen.

Morgens lüften und abends duschen
Von „bild.de“ wurden unter fachlicher Beratung von Dr. Michael Bohndorf, HNO-Facharzt aus Düsseldorf, in einem Beitrag einige Tipps zusammngestellt. Grundsätzlich gilt, dass man sich nicht die Augen reiben sollte, egal wie schlimm der Juckreiz ist. Damit verschlimmert man die Allergie-Symptome und es kann sogar zu einer Bindehautentzündung führen. Zu empfehlen ist zudem, morgens zwischen sechs und acht Uhr zu lüften, dann wenn der Pollenflug am geringsten ist. Bei starkem Wind sollte auf das Lüften verzichtet werden. Damit man die pollenbehaftete Kleidung nicht mit ins Schlafzimmer bringt, sollte man sie am besten bereits im Bad ausziehen. Geraten wird auch zu einer Dusche vor dem Schlafengehen; insbesondere die Haare sollten gewaschen werden, da sich dort Pollen abgesetzt haben können.

Spaziergang im Regen
Autofahrern wird empfohlen, den normalen Filter gegen einen Pollen- oder Aktivkohlefilter auszutauschen und diesen regelmäßig zu wechseln. Nasse, im Zimmer aufgehängte Handtücher können helfen, da an ihnen Pollen haften bleiben. Bei Regen wird Allergikern geraten, diese Zeit für einen Spaziergang zu nutzen. Mit Hilfe von speziellen Apps und auf Internetseiten kann man nachsehen, wann der Pollenflug am stärksten ist und sich teilweise auch sein individuelles allergisches Risiko „vorhersagen“ lassen. Von Teppichen sollte – zumindest während der Pollenzeit – Abstand gehalten werden, weil sich darin viele Pollen sammeln. Die Zeitung rät zudem, Sonnebrillen zu tragen, da diese schützen. Wäsche sollte besser im Trockner oder in der Wohnung und nicht an der frischen Luft getrocknet werden. Verzichtet werden sollte auf Ventilatoren oder Klimaanlagen. Und da Honig auch Pollen enthalten kann, wird davon ebenfalls abgeraten.

Natürliche Hilfe bei Heuschnupfen
Bei einem Allergietest macht sich der Arzt auf die Suche nach den auslösenden Allergen. Allergiker sollten sich frühzeitig wappnen. Allerdings sollten Medikamente wie Antihistaminika nicht zu früh eingenommen werden. Vielen hilft eine Desensibilisierung, bei der das Immunsystem über einen längeren Zeitraum langsam an den allergieauslösenden Stoff gewöhnt wird, indem er dem Betroffenen in allmählich steigender Dosis regelmäßig verabreicht wird. Wegen möglicher Nebenwirkungen, die diese Behandlungsmethode mit sich bringen kann, wie etwa allergische Reaktionen oder Kreislauflaufprobleme, setzen viele Allergiker lieber auf Naturheilverfahren wie die Eigenbluttherapie, Akupunktur, Bachblütentherapie oder Homöopathie. Es stehen aber noch viel mehr Hausmittel bei Heuschnupfen zur Verfügung. Wenn keine finanziellen oder beruflichen Gründe dagegen sprechen, können Allergiker ihren Sommerurlaub in Regionen mit geringer Pollenbelastung wie am Meer oder im Gebirge über 2.000 Meter Höhe verbringen. (ad)

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>Bild: M. Großmann / pixelio.de