Pollenallergiker: Hyposensibilisierung im Herbst

Heilpraxisnet

Pollenallergiker sollten bereits im Herbst mit Hyposensibilisierung beginnen

21.11.2014

Pollenallergiker haben im Herbst und Winter keine Beschwerden. Diese Zeit sollte sie für eine Hyposensibilisierung nutzen. Darauf weist der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte hin. Mit der Behandlung wird die Immunabwehr langsam an die allergieauslösenden „Eindringlinge“ gewöhnt, so dass die Beschwerden mit der Zeit abnehmen und sogar vollständig verschwinden können.

Hyposensibilisierung im Herbst verringert Beschwerden der Pollenallergie
Wenn im Frühjahr die ersten Pollen durch die Luft fliegen, beginnt für manch einen Heuschnupfen-Geplagten eine anstrengende Zeit. Juckende, gerötete Augen, Schnupfen und manchmal Husten bis hin zum allergischen Asthma können den Betroffenen das Leben schwer machen. Wer jetzt rechtzeitig mit der richtigen Therapie beginnt, kann jedoch seine Beschwerden deutlich reduzieren, wie der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte informiert. Bei einer sogenannten Hyposensibilisierung, die idealerweise im Herbst beginnt und rund drei Jahre dauert, werden dem Patienten Injektionen oder oral Medikamente mit dem Allergen verabreicht. Die Dosis des Allergens wird dabei langsam erhöht, so dass eine immunologische Gewöhnung einsetzt. Gelingt die Therapie, reagiert der Körper nicht mehr mit einer Überreaktion auf den allergieauslösenden Stoff.

Behandlungsmöglichkeiten der Pollenallergie in der Naturheilkunde
In der Naturheilkunde wird die Pollenallergie nicht als ein Problem der Nase, sondern des gesamten menschlichen Körpers betrachtet. Viele Heilpraktiker wenden deshalb Therapien wie die Eigenbluttherapie, Hypnose, Bachblütentherapie und Darmsanierung an. Dabei soll die Überreaktionen des Immunsystems wieder in die gesunden immunologischen Regulationsprozesse zurückgeführt werden.

Darüber hinaus eignet sich die Homöopathie zur Behandlung einer Pollenallergie. Mittel wie Allium cepa, Euphrasia und Ghalphimia glauca können die Beschwerden lindern, wobei die Therapien vor und während der Pollernsaison erfolgen. (ag)

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Bild: Günther Richter / pixelio.de