Positiveffekt: Ein glücklicher Partner ist gut für die eigene Gesundheit

Alfred Domke
Ein glücklicher Partner fördert die eigene Gesundheit
In einer neuen Studie hat sich gezeigt, dass ein glücklicher Partner die eigene Gesundheit fördert, auch dann, wenn man selbst gar nicht so fröhlich ist. Die Wissenschaftler nehmen an, dass dies unter anderem mit dem Rückhalt zu tun hat, den man in einer Partnerschaft bekommt.

Partner haben Einfluss auf die eigene Gesundheit
Dass sich eine Partnerschaft auch auf das körperliche Wohlbefinden auswirken kann, konnte schon in verschiedenen wissenschaftlichen Studien belegt werden. So berichteten etwa Forscher des University College London im Fachjournal „JAMA Internal Medicine“, dass viele Menschen dank dem Partner gesünder leben, unter anderem, weil sie ungesunde Verhaltensweisen ablegen. Andere Untersuchungen zeigten, dass meist Frauen die Gesundheit der Männer fördern, da sie sich mehr um gesunde Ernährung kümmern, weniger rauchen und seltener Alkohol trinken. In einer neuen Studie wurde nun festgestellt, dass ein glücklicher Partner offenbar besonders gut für die Gesundheit ist.

In einer neuen Studie zeigte sich, dass ein glücklicher Partner die eigene Gesundheit fördert. Auch dann, wenn man selbst gar nicht glücklich ist. (Bild: contrastwerkstatt/fotolia.com)

Menschen mit glücklichem Partner sind fitter
„Glückliche Menschen sind gesunde Menschen“, heißt es in einer Meldung der „American Psychological Association“ (APA), in der über eine US-amerikanische Studie berichtet wird, die zu dem Ergebnis kam, dass ein glücklicher Partner die eigene Gesundheit fördert – und zwar unabhängig davon, wie glücklich man selbst ist.

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa waren für die Untersuchung rund 2.000 Paare befragt worden. Den Angaben zufolge berichteten die Studienteilnehmer sechs Jahre lang, wie zufrieden sie mit ihrem Leben waren, wie gesund sie sich fühlten, wie viel sie sich bewegten und auch, ob sie körperlich eingeschränkt waren.

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Es zeigte sich, dass Probanden, deren Partner sich als glücklich einschätzten, fitter waren als andere, heißt es in der Zeitschrift „Psychologie Heute“ (Ausgabe 02/2017).

Zu einer gesunden Lebensweise motivieren
Überraschend an dem Ergebnis war, dass Partner mit einem glücklichen Lebensgefährten selbst dann einen guten Gesundheitszustand hatten, wenn sie selbst gar nicht besonders glücklich waren. Eine eindeutige Erklärung, warum das so ist, haben die Wissenschaftler nicht.

Sie vermuten, dass glückliche Menschen einen unglücklichen Partner zu einer gesunden Lebensweise motivieren können und ihm oder ihr viel Rückhalt geben. Denn das wirkt sich ebenfalls positiv auf das eigene Wohlbefinden aus.

Laut den Forschern erweitern die neuen Erkenntnisse die bestehenden Annahmen über den Zusammenhang zwischen Glück und Gesundheit. „Einen glücklichen Partner zu haben, kann die Gesundheit genauso verbessern wie das Streben danach, selbst glücklich zu sein“, heißt es in der Mitteilung der APA. (ad)