Prävention: Schüler kreativ gegen Komasaufen

Alfred Domke

Alkoholprävention: Schüler kreativ gegen Komasaufen

16.02.2014

Bereits rund 52.000 junge Künstler haben sich seit 2010 in ganz Deutschland kreativ gegen das sogenannte Komasaufen engagiert. Die Schüler haben im Rahmen der Aktion „bunt statt blau“ Bilder gegen das Rauschtrinken gemalt. Für diejenigen,die dieses Jahr daran teilnehmen wollen,ist der Einsendeschluss am 31. März.

Kreativ gegen Komasaufen
Rund 52.000 junge Künstler haben sich bundesweit seit 2010 kreativ gegen das Komasaufen engagiert indem sie Bilder gegen das Rauschtrinken gemalt haben. Dies fand im Rahmen der Kampagne „bunt statt blau“ der DAK-Gesundheit statt. Der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet auch dieses Jahr wieder statt, mittlerweile zum fünften Mal. Die Kampagne zur Alkoholprävention steht 2014 unter der Schirmherrschaft der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler. 11.000 Schulen in ganz Deutschland wurden zur Teilnahme eingeladen.

Steigerung um 180 Prozent
Im Jahr 2012 kamen bundesweit 26.673 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus. Dies sei ein Höchstwert und im Vergleich zum Jahr 2000 eine Steigerung um 180 Prozent. „Tag für Tag landen im Durchschnitt 70 Kinder und Jugendliche betrunken in einer Klinik“, so DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher. „4.000 der jungen Alkoholpatienten waren 10 bis 15 Jahre alt. „Die Eingelieferten sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer ist weit größer“ so Thomas Ehlert, Leiter des DAK-Servicecenters in Pinneberg, gegenüber den „Uetersener Nachrichten“. Um diesen Trend zu stoppen, muss frühzeitig über die Folgen von Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden.“ Da Schüler bei der Kampagne selbst Farbe bekennen müssten, sei die Kampagne besonders erfolgreich und werde deshalb fortgesetzt.

Rockband appelliert an Jugendliche
Einsendeschluss für die mehrfach ausgezeichnete Kampagne ist in diesem Jahr am 31. März. Im Anschluss daran werden in allen 16 Bundesländern die besten Plakate gewählt und im Juni wählt dann eine Bundesjury den Bundesgewinner. Zu gewinnen gebe es wertvolle Geld- und Sachpreise. In der Jury sitzen neben der Drogenbeauftragten Mortler auch die Musiker der Band „Luxuslärm“. Die deutschen Pop-Rocker appellieren an die Jugendlichen: „Beim Alkoholtrinken ist wichtig, dass man ganz klar seine Grenzen kennt. Keine Party darf das Ziel haben, am Ende besoffen in der Ecke zu liegen.“ (ad)

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Bild: Gerd Altmann / pixelio.de