Antibakterielle Radieschenblätter können auch verzehrt werden

Sebastian
Gesunde Radieschen sind reich an Vitamine und antibakteriellen Senfölen
Frische Radieschen sind prall, fest und nicht geplatzt. Ihre Blätter sind grün und sehen frisch aus. Ein Frischetest sorgt für Klarheit: „Gibt die Kugel bei leichtem Fingerdruck nach, ist das Radieschen nicht mehr frisch“, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtet. Und auch die Blätter können verzehrt werden!

Reich an Vitamine und gesunden Inhaltsstoffen: Die Radieschen. Bild: fotoknips/fotolia
Reich an Vitamine und gesunden Inhaltsstoffen: Die Radieschen. Bild: fotoknips/fotolia

Radieschenblätter zu schade für die Tonne
Radieschenblätter lassen sich wie frische Kräuter verwenden. Ihr fein-scharfer Geschmack eignet sich zur Verfeinerung von Suppen, Soßen und zur Zubereitung von Pesto. Feingeschnitten geben die Blätter Salaten ein gewisses Etwas.

Mitte Mai bis Herbst aus dem Freiland
Aus dem heimischen Freilandanbau werden Radieschen ab Mitte Mai bis zum Oktober angeboten. In den Wintermonaten wird das Angebot durch Importe gedeckt. Sie reichen bis in den frühen Frühling hinein, wo sie teilweise durch heimische Treibhausradieschen ergänzt werden. Geschmacklich ist Freilandware schärfer. Die längere Wachstumszeit führt zu einer vermehrten Bildung von Senfölen.

Zur Aufbewahrung in den Kühlschrank
Frische Radieschen lassen sich 2 bis 3 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dazu unbedingt die Blätter entfernen. Dies verhindert ein Schrumpeln der Kugeln durch Wasserverlust. Die kleinen Wurzelknollen dann in einem feuchten Tuch oder einer verschlossenen Dose im Kühlschrank lagern.
Tipp: Wurden Radieschen nach der Lagerung im Kühlschrank leicht schrumpelig können sie nach einem Bad in kaltem Wasser wieder prall und fest werden.

Sehr gesund!
Radieschen sind gesund. Sie enthalten Senföle, die in der Naturheilkunde als Heilmittel gelten. Sie sind für die fein-scharfe Würze verantwortlich. Diese zur Gruppe der Glucosinolate zählenden gesundheitsfördernden Stoffe verfügen über eine antibakterielle Wirkung. Studien weisen darauf hin, dass Senföle Bakterien bei Harn- und Atemwegsinfektionen hemmen können. Zudem gibt es Hinweise, dass sie eine hemmende Wirkung auf die Entstehung verschiedener Krebsarten haben. Darüber hinaus enthalten die roten Kugeln viel Vitamin C, Kalium, gute Konzentrationen an Folsäure und Eisen. (pm/sb)