Ratschläge zur verbesserten Motivation für ein gesundes Leben

Fabian Peters
Motivation größtes Hemmnis auf dem Weg zu einem gesunden Leben
Motivation ist der Schlüssel zu Erfolg. Dies gilt auch in Bezug auf die Gesundheit. Fehlende Motivation bildet laut einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) das größte Hindernis auf dem Weg in ein sportlicheres und damit gesünderes Leben. Ähnlich verhalte es sich bei gesunder Ernährung, so die Mitteilung der TK. „Fast jeder Zweite hat schon einmal versucht, auf gesünderes Essen umzustellen, mehr als jeder Dritte ist jedoch gescheitert“, berichtet die Techniker Krankenkasse. Die TK gibt in ihrer aktuellen Presseerklärung daher Tipps, wie sich die Motivation nachhaltig steigern lässt.

Fehlende Motivation bildet laut Angaben der TK die größte Hürde auf dem Weg in ein gesünderes Leben. Wenn es um die Gesundheit geht, seien die Motive sehr vielfältig. Während für Männer vor allem die Leistungsfähigkeit ihres Körpers im Vordergrund stehe, „möchten Frauen sich in ihrem Körper wohl fühlen und in die Lieblingsjeans passen“, so die Mitteilung der Krankenkasse. Eine Bewegungsstudie TK hatte gezeigt, dass zwei Drittel der Frauen, aber nur die Hälfte der Männer, Gesundheit als Hauptgrund für ihre sportlichen Aktivitäten benennen. „Das am häufigsten genannte Hindernis für ein sportlicheres Leben ist bei beiden Geschlechtern gleich: Jedem Zweiten fehlt es an Motivation“, berichtet die TK.

Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg auf dem Weg in ein gesünderes Leben. Auch im Alter kann die Umstellung der Ernährung und die Aufnahme sportlicher Aktivität noch eine äußerst positive Wirkung erzielen. (Bild: Robert Kneschke/fotolia.com)
Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg auf dem Weg in ein gesünderes Leben. Auch im Alter kann die Umstellung der Ernährung und die Aufnahme sportlicher Aktivität noch eine äußerst positive Wirkung zeigen. (Bild: Robert Kneschke/fotolia.com)

Krankenkassen setzen auf Motivation
Die Krankenkassen haben inzwischen erkannt, dass das Angebot an Gesundheitskursen wie Yoga, Vollwerternährung oder Walking allein nicht ausreicht, um Menschen für eine gesündere Lebensweise zu begeistern, so die Mitteilung der TK. Daher widmen sich die Krankenversicherungen heute verstärkt dem Thema Motivation. Tipps bietet beispielsweise das kostenlose TK-Trainingspaket „Hoch motiviert“, bestehend aus Informationsbroschüre, Trainingsbuch und DVD. Zudem bietet die TK einen „Online-MotivationsCoach“.

Eigen-Motivation wichtige Voraussetzung
„Ein großer Teil der heutigen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes oder Rückenschmerzen sind mit einer gesünderen Lebensweise vermeidbar“, betont Dr. Sabine Voermans, Leiterin der Prävention bei der TK. Dies sei den meisten Menschen bewusst, doch sie würden ihren Lebensstil trotzdem nicht ändern, weil es an Motivation fehlt. „Die Eigen-Motivation ist die wichtigste Voraussetzung, um langfristig und vor allem nachhaltig etwas zu verändern – egal, um welche Lebensstilveränderung es geht“, so Voermans weiter.

Erreichbare Ziele definieren
Selbst wenn ausreichend Motivation vorhanden ist, fällt es manchen „schwer, das Vorgenommene auch in die Tat umzusetzen“, erläutert die Leiterin der TK-Prävention weiter. Den Betroffenen fehlen laut Voermans nicht die Motive, sondern es mangelt an „Willenskraft, der sogenannten Volition.“ Sowohl Motivation als auch Volition lassen sich laut Aussage der Expertin jedoch erlernen und trainieren. Hierfür sei es zunächst grundsätzlich „wichtig, dass man erst einmal seine erreichbaren und vor allem eigenen Ziele definiert“, so Voermans. Wer nur die Erwartungen anderer erfülle, werde wenig erfolgreich sein.

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Persönlicher Coach zur Unterstützung
Die TK-Expertin empfiehlt die Festlegung individueller Ziele, die zu den eigenen Interessen passen. Menschen, die nicht gerne laufen, werden bei Kälte und Dunkelheit im Herbst und Winter vermutlich nicht zum zum Jogger. Vielleicht sei Badminton mit Freunden dann eine Alternative. Auch sollten sich die Betroffenen Etappenziele festlegen, vor allem, wenn das langfristige Ziel noch weit weg ist, so Voermans weiter. Mit entsprechenden Smartphone-Apps könnten die Trainingserfolge dokumentiert und geteilt werden. Hin und wieder seien zudem „Jokertage“ erlaubt, an denen das Training geschwänzt oder nach Belieben gegessen werde. Denn je mehr man sich verbietet, desto stressiger sei das Durchhalten. Ein persönlicher Coach zur Unterstützung ist laut Aussage der Expertin ebenfalls empfehlenswert. „Wer sich diese oft teure Unterstützung nicht leisten kann, dem können Trainingsgruppen, Ernährungsprogramme oder Online-Coaches helfen“, so die Mitteilung der TK. (fp)