Ratschlag an Festtagen: Welche Kriterien Champagner erfüllen sollte

Alfred Domke
Zu Weihnachten und Silvester: Diese Kriterien muss Champagner erfüllen
An den Weihnachts-Festtagen und zum Jahreswechsel gönnen sich viele Bundesbürger gerne mal etwas besonderes. Vermutlich werden zu keiner anderen Zeit in Deutschland so viele Champagner-Flaschen geöffnet. Um als „Champagner“ bezeichnet werden zu dürfen, muss der Schaumwein einige Kriterien erfüllen.

Edler Schaumwein zu festlichen Anlässen
Champagner kommt bei den meisten Menschen sicherlich nicht regelmäßig auf den Tisch. Doch zu bestimmten Anlässen gönnen sich viele Bundesbürger gerne mal ein gutes Tröpfchen. Der König der Weine steht auf so mancher festlichen Weihnachtstafel und am Silvesterabend wird eine Flasche geöffnet, um das alte Jahr zu verabschieden und das neue zu begrüßen. Wichtig zu wissen: Nur ganz bestimmte Schaumweine dürfen sich auch „Champagner“ nennen.

An Weihnachten oder zu Silvester gönnen sich viele Bundesbürger gerne mal einen guten Tropfen. Champagner gilt als der König der Weine. Er muss bestimmte Kriterien erfüllen, um so genannt werden zu dürfen. (Bild: Subbotina Anna/fotolia.com)

Champagner stammt aus der Champagne
Entscheidend dafür ist, aus welcher Region er kommt. „Champagner stammt ausschließlich aus dem nordostfranzösischen Anbaugebiet Champagne und hat aufgrund des begrenzten Anbaugebietes einen hohen Preis“, erklärte Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa.

Den Angaben zufolge dürfen nur ganz bestimmte Rebsorten wie Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir verwendet werden. Champagner reift mindestens 15 Monate lang in der Flasche. Bei Sekt sieht das anders aus, er kann auch in großen Reifetanks gären. Außerdem muss er keine besondere Herkunft haben.

Unterschied zwischen Sekt und Prosecco
Auch zwischen Sekt und Prosecco wird unterschieden. „Anders als für Sekt gibt es für Prosecco genaue Vorgaben, aus welcher Rebsorte und aus welcher Region die Herstellung erfolgen muss“, erklärte Silke Noll von der Verbraucherzentrale Bayern in einer älteren Mitteilung.

Prosecco war demnach ursprünglich der Name einer weißen Rebsorte, welche nur in einem kleinen Teil der Region Venetien wächst. Im Jahr 2010 wurde diese Rebsorte in Glera umbenannt. Seitdem muss Prosecco aus der Glera-Traube gekeltert und in der bestimmten Region Italiens abgefüllt sein.

Auf die richtige Trinktemperatur achten
Egal, ob Sekt, Prosecco oder Champagner: Man sollte sie besser nicht zu lange lagern. Denn durch lange Lagerung entschwindet Kohlensäure und auch der Geschmack wird schwächer.

Zudem sollte man auf die richtige Trinktemperatur achten, wenn man mit einem Glas Champagner anstoßen möchte: ideal sind zwischen sechs und neun Grad.

Bei der Glaswahl sind sich die Experten laut der Verbraucherzentrale noch uneins: „In schmalen, hohen Gläsern verflüchtigt sich die Kohlensäure nicht so rasch, es perlt also länger“, sagte Danitschek. „Manche schwören aber auf breite Sektschalen, um das Aroma besser zu riechen.“ (ad)