Raucher Adolfs vor Prozess ins Krankenhaus: Schlaganfall-Verdacht

Sebastian
Raucher Friedhelm Adolfs wegen Schlaganfall in Klinik
Der Raucher Friedhelm Adolfs musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 76-Jährige macht seit Monaten Schlagzeilen, da er sich gegen eine Wohnungskündigung wehrt, die wegen seinem Tabakkonsum ausgesprochen wurde. Der Rentner ist wegen einem Schlaganfall-Verdacht in der Klinik.

Kurz vor Prozess mit Schlaganfall-Verdacht in die Klinik
Der 76-jährige Düsseldorfer Raucher Friedhelm Adolfs ist wenige Tage vor seiner vierten Prozessrunde in ein Krankenhaus gebracht worden. Dies bestätigtet sein Anwalt Martin Lauppe-Assmann sowie ein Freund Adolfs‘ am Dienstag. Den Angaben zufolge bestehe der Verdacht, dass Adolfs einen leichten Schlaganfall erlitten habe. Unklar sei, ob er am Donnerstag an der Verhandlung teilnehmen könne. Von seinem Rechtsanwalt wurde angekündigt, dass er voraussichtlich den Antrag stellen werde, den Prozessbeginn zu verlegen. Adolfs‘ Freund und Sprecher Ferry Weber ergänzte: „Er möchte auf jeden Fall dabei sein.“

Bild: Photographee.eu/fotolia
Leichter Schlaganfall des Klägers. (Bild: Photographee.eu/fotolia)

Bundesweit beachteter Prozess
Für diesen Donnerstag hat das Düsseldorfer Landgericht die Neuauflage des bundesweit beachteten Prozesses angesetzt. Der Rentner soll nach über 40 Jahren seine Wohnung räumen, da der Zigarettenrauch in den Hausflur gezogen und die Nachbarn unzumutbar belästigt haben soll. Der ehemalige Hausmeister des Hauses hatte in der ersten und der zweiten Instanz verloren. Von Amts- und Landgericht wurde sein Rauswurf bestätigt. Das Urteil des Landgerichts wurde jedoch durch den Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben und wieder an erstere Instanz zurück verwiesen. Dort soll ein erfahrener Zivilrichter für eine revisionsfeste Entscheidung sorgen.

Erhöhtes Schlaganfall-Risiko auch für Passivraucher
Der Prozess gegen den laut seinem Anwalt „bekanntesten Raucher nach Helmut Schmidt“ hatte Adolfs bundesweit Sympathien zahlreicher Raucher eingebracht. Der Senior war zu einer regelrechten Ikone des Widerstands gegen einen immer konsequenteren Nichtraucherschutz geworden. Für Nachbarn und Gesundheitsexperten wurde er dies aber sicher nicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass auch andere Bewohner durch Passivrauchen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, ist die Kritik an der Rauchbelästigung verständlich. So warnte die Deutsche Schlaganfall-Hilfe in der Vergangenheit: Passivrauchen erhöht das Schlaganfall-Risiko. Es ist lange bekannt, dass Tabakkonsum verschiedene Krankheiten wie Herzinfarkt, Raucherlunge oder Krebserkrankungen wie Darmkrebs begünstigt. Auch für Nichtraucher erhöhen sich manche der Risiken, wenn sie dem Zigarettenqualm anderer ausgesetzt sind. (ad)

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