Raucher sollten Mund und Rachen im Auge behalten

Heilpraxisnet

HNO-Ärzte empfehlen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

03.08.2012

Rauchen schadet der Gesundheit und erhöht das Risiko schwerer Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Krebs. Neben Tumoren an Lunge und Blase kommen auch bösartige Veränderungen in den Atemwegen häufiger vor als bei Nichtrauchern. Wer partout nicht von dem Laster loskommt, dem legen HNO-Ärzte nahe, Mundhöhle, Kehlkopf und Halsweichteile regelmäßig untersuchen zu lassen. „Um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen und therapieren zu können, empfiehlt sich eine endoskopische Vorsorge etwa alle 2 Jahre,“ erklärt Dr. Uso Walter, Vorsitzender des Ärztenetzwerks HNOnet NRW.

Mehr zum Thema:

Dabei inspiziert der Facharzt die Schleimhäute in Mund und Rachen mit einem dünnen Schlauch, der durch Lupenvergrößerung eine genaue Beurteilung des Bereichs ermöglicht. Auf Wunsch nehmen HNO-Ärzte vorher eine kurzfristige Betäubung vor, um eventuellen Würgereiz zu vermeiden und die Untersuchung angenehmer zu machen. Eine Ultraschalluntersuchung der Halsweichteile ergänzt die Vorsorgemaßnahme. Neben Rauchern gehören auch Menschen mit häufigem Alkoholgenuss und familiärer Häufung von Tumoren zur Risikogruppe für Krebserkrankungen im Mund- und Rachenraum oder am Kehlkopf. „Da sich bösartige Veränderungen hier oft erst sehr spät durch Beschwerden bemerkbar machen und dann meist nur noch operativ behandeln lassen, lohnt es sich für diese Personengruppen durchaus, diese Wahlleistung in Anspruch zu nehmen,“ betont Dr. Walter. Denn die HNO-Vorsorgeuntersuchung gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Wer 60 Euro investiert und sich alle 2 Jahre etwa 20 Minuten Zeit nimmt, kann jedoch häufig schwerwiegende Folgen des Rauchens abwenden.(pm)

Lesen Sie auch zum Thema Rauchen:
Shisha Rauchen ist ungesund
Spezielle Form des Lungenkrebs bei Rauchern
Wasserpfeife-Rauchen besonders schädlich?

Bildnachweis: Benjamin Thorn / pixelio.de