Red Bull & Co. beeinflussen Hirn Blutversorgung?

Sebastian

Forscher: Red Bull und Co. beeinträchtigen Blutversorgung im Hirn

29.04.2014

In der Werbung heißt es, dass Red Bull Flügel verleihe. Doch wie Forscher aus Freiburg meinen, bewirken solche Energy-Drinks mehr das Gegenteil. Laut den Medizinern sollen die Energiegetränke die Blutversorgung des Gehirns negativ beeinflussen.

Energy-Drinks belasten das Herz
Die Werbung verspricht, dass Red Bull Flügel verleiht. Doch Mediziner der Universität Freiburg meinen, dass dieser, als auch andere Energy-Drinks, eher das Gegenteil bewirken. Die sogenannten Energiegetränke belasten das Herz und verringern die Fließgeschwindigkeit des Blutes in der Hauptarterie des Hirns. Dies haben die Forscher laut einem Bericht der „NZZ am Sonntag“ bei Tests mit 20 bis 31 Jahre alten Probanden herausgefunden. Im Rahmen der Studie mussten die 25 Teilnehmer entweder eine Dose Red Bull oder die gleiche Menge Wasser trinken, woraufhin die Mediziner die Auswirkungen auf den Blutkreislauf während zwei Stunden testeten. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin„European Journal of Nutrition“ veröffentlicht.

Weniger Blutzufluss im Hirn
Auch wenn sich dabei zeigte, dass der Energy-Drink eine anregende Wirkung auf das gesamte Herz-Kreislauf-System hatte, überraschte dies die Forscher nicht weiter. Allerdings seien sie überrascht gewesen, als sie feststellten, das Red Bull in der größten der drei Hirnarterien den Widerstand erhöhte und somit die Fließgeschwindigkeit des Blutes abnahm. Dies bedeute zehn Prozent weniger Blutzufluss im Hirn. Auch wenn der Befund zumindest den belebenden Einfluss des Energy-Getränkes auf den Geist in Frage stellt, so sei Red Bull gemäß dieser Resultate jedoch nicht gesundheitsgefährdend. Darauf wies Studienleiter Erik Konrad Grasser hin. Von Seiten des Unternehmens Red Bull wurde kritisiert, dass bei der Studie nicht noch andere Getränke wie Kaffee oder Orangensaft einbezogen wurden.

Hoher Zucker- und Koffeinanteil
Energy-Drinks geraten immer wieder in die Kritik. Nicht nur der hohe Zucker-, sondern auch der Koffeinanteil in diesen Getränken, der vor allem auch für die jugendlichen Konsumenten schädlich sein könne, sorgen für Vorwürfe an die Hersteller. Ein Übermaß an Koffein könne beispielsweise zu Nebenwirkungen wie innere Unruhe, Nervosität, Übelkeit, Schlaflosigkeit oder Herzrasen führen. Experten raten daher, dass Kinder, Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Menschen solche Getränke meiden sollten. (sb)

Bild: Barbara Eckholdt, Pixelio.de