Regelmäßig Nüsse schützt vor tödlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Sebastian
Täglich Nüsse lässt uns älter werden
Waren Nüsse noch vor einigen Jahren als gesundes Lebensmittel verkannt, erleben die verschiedenen Nusssorten eine regelrechte Renaissance. Die Wissenschaft findet immer mehr positive Eigenschaften, so auch eine Studie von Wissenschaftler, die für den 13. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung unternommen wurde.

Eine Hand voll Nüsse schützt uns vor schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Bild: karepa/fotolia.com)

Der Verzehr von Nüssen und Mandeln senkt wahrscheinlich das Risiko, an koronaren Herzkrankheiten zu erkranken. Dies fanden Wissenschaftler für den 13. DGE-Ernährungsbericht heraus.

Sie vermuten, dass die in Nüssen und Mandeln enthaltenen Polyphenole, Ballaststoffe sowie die günstige Fettsäuren-Zusammensetzung den positiven Effekt hervorrufen. Diese Inhaltsstoffe scheinen bedeutsamer zu sein, als ihr absoluter, hoher Fettgehalt.

Täglich eine Hand voll Nüsse
Neben vielen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind sie eine gute Quelle für pflanzliches Protein, B-Vitamine, Vitamin E, Magnesium, Calcium und Eisen. Nüsse und Mandeln sind kalorienreich und zählen zu den Lebensmitteln mit hoher Energiedichte.

Im Sinne einer vorbeugenden Ernährung empfiehlt die DGE täglich eine Handvoll, etwa 25 g, davon zu essen. In dieser Menge, und idealerweise ungesalzen, sind sowohl Nüsse als auch Mandeln wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Sie schmecken nicht nur in der Adventszeit.

Auch wirksam zur Vorbeugung von Darmkrebs
„Bereits seit längerem wissen wir, dass Nüsse voller Inhaltsstoffe stecken, die gut sind für das Herz-, Kreislaufsystem, die vor Übergewicht schützen oder Diabetes“, bestätigt auch Dr. Wiebke Schlörmann. Auch ihre vor Darmkrebs schützende Wirkung deutet sich bereits in zahlreichen Studien an, so die Ernährungswissenschaftlerin weiter. „Was wir bislang noch nicht im Detail wussten, ist, worauf die protektive Wirkung von Nüssen beruht.“

Auf diese Frage können Dr. Schlörmann und ihre Kollegen vom Lehrstuhl für Ernährungstoxikologie der Uni Jena nun konkrete Antworten geben. In einer jüngst im Fachmagazin „Molecular Carcinogenesis“ veröffentlichten Untersuchung legen sie Ergebnisse vor, die die molekularen Mechanismen dieser Schutzwirkung beleuchten (DOI: 10.1002/mc.22606).

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Nüssen beruht demnach unter anderem darauf, dass die körpereigene Abwehr zur Entgiftung von reaktiven Sauerstoffspezies aktiviert wird. (sb)