Regelmäßiger Eier-Konsum stärkt bei Kindern das Wachstum und hindert Wachstumsstörungen

Alexander Stindt
Mediziner untersuchen die Auswirkungen des Verzehrs von Eiern bei kleinen Kindern
Eier sind bei vielen Menschen sehr beliebt, weil sie einen sehr hohen Nährwert haben und zusätzlich noch hochwertiges Eiweiß liefern. Forscher fanden jetzt heraus, dass der Konsum von Eiern bei kleinen Kindern zu einem deutlich erhöhtem Wachstum führt. Außerdem werden Wachstumsstörungen um 47 Prozent reduziert.

Die Mediziner der Brown School at Washington University in St. Louis stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass der Verzehr von Eiern kleine Kinder vor Wachstumsstörungen schützt und zu einem erhöhtem Wachstum führt. Die Mediziner veröffentlichten eine Pressemitteilung zu den Ergebnissen ihrer Studie.

Lange Zeit wurden Menschen vor einem täglichen Konsum von Eiern gewarnt. Mediziner fanden jetzt aber heraus, dass der regelmäßige Verzehr von Eiern kleine Kinder vor Wachstumsstörungen schützt und zu einem erhöhtem Wachstum führt. (Bild: iprachenko/fotolia.com)

Eier sind erschwinglich und leicht zugänglich
Der Verzehr von Eiern führt zu verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen, gerade für junge Kinder. Eier schützen vor auftretenden Wachstumsstörungen und führen zu einem deutlich verbesserten Wachstum. Das Beste dabei ist: Eier sind erschwinglich und eigentlich für jeden Menschen leicht zugänglich, sagt die Autorin Lora Iannotti. Durch den Konsum von Eiern werden Wachstumsstörungen um etwa 47 Prozent reduziert. Dieser Effekt war viel größer, verglichen mit in früheren Untersuchungen festgestellten Werten, erläutern die Experten weiter.

Eier sind an sich wesentlich gesünder, als es ihr Ruf Jahre suggeriert
Eier sind eine sehr gute Quelle für Nährstoffe für das Wachstum und die Entwicklung bei kleinen Kindern, sagen die Forscher. Eier enthalten viel hochwertiges Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren, aber auch viel Cholesterin. Generell könne man trotzdem sagen: Eier sind wesentlich gesünder, als es ihr Ruf Jahre lang suggeriert hat. Die neue Untersuchung stellte jetzt fest, dass Eier das Potenzial haben, zu einer Reduzierung der Wachstumsstörungen bei Kindern weltweit beizutragen.

Mediziner untersuchten für ihre Studie Kinder in Ecuador
Das Forscherteam führte bereits im Jahr 2015 eine randomisierte, kontrollierte Studie in Ecuador durch. Dort wurde Kindern im Alter von sechs bis neuen Monaten ein Ei pro Tag zum Verzehr gegeben, für insgesamt einen Zeitraum von sechs Monaten. Die Kinder in der Kontrollgruppe erhielten keine Eier in dieser Zeit, erklärt die Autorin und Professorin Lora Iannotti.

Regelmäßiger Verzehr von Eiern führt zu weniger Untergewicht
Bei der Untersuchung stellte sich raus, dass der Verzehr von Eiern die durchschnittliche Größe und das Gewicht von Kindern erhöht. Außerdem gab es eine erheblich reduzierte Prävalenz von Wachstumsstörungen, welche bei etwa 47 Prozent lag. Auch Untergewicht trat bei diesen Kindern wesentlich seltener auf (Wahrscheinlichkeit um 74 Prozent reduziert).

Probanden nahmen mehr Eier aber weniger Zucker zu sich
Die Kinder in der Behandlungsgruppe zeigten eine höhere Aufnahme von Eiern und zusätzlich eine reduzierte Aufnahme von Zucker-gesüßten Lebensmitteln im Vergleich zur Kontrollgruppe, erläutern die Wissenschaftler. „Wir waren wirklich überrascht, wie effektiv sich diese Intervention erwies“, sagt die Autorin Iannotti.

Eier sind auch in den meisten Ländern relativ leicht erhältlich
Eier enthalten viele Nährstoffe, sind von der Natur aus sicher verpackt und auch in Ressourcen-armen Ländern leichter zugänglich, verglichen mit anderen komplementären oder speziell angereicherten Lebensmitteln, erklären die Forscher.

Eier sind vorteilhafte und empfohlene Quelle der Ernährung für Kinder in Entwicklungsländern
Unsere Studie überwachte sorgfältig allergische Reaktionen auf Eier, aber es wurden keine Zwischenfälle vom Pflegepersonal beobachtet oder während der wöchentlichen Hausbesuche gemeldet, sagt die Expertin Iannotti. Eier scheinen eine vorteilhafte und empfehlenswerte Quelle der Ernährung für Kinder in Entwicklungsländern zu sein. (as)