Reizgas-Attacke an Schule: Neun Schüler im Krankenhaus

Alfred Domke
Neun Schüler müssen nach Reizgas-Attacke ins Krankenhaus
An einer Schule in Wiesbaden haben unbekannte Täter Reizgas versprüht. Mehrere Kinder klagten daraufhin über Atemwegsreizungen und brennende Augen. Neun Schüler mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Atemwegsreizungen und brennende Augen
Medienberichten zufolge haben 36 Schüler einer Schule in Wiesbaden Reizgas abbekommen. Mehrere Kinder klagten daraufhin über Atemwegsreizungen und brennende Augen. Neun der Schüler kamen am Mittwoch in Krankenhäuser. Die anderen Kinder wurden vor Ort an der Albrecht-Dürer-Schule medizinisch und schulpsychologisch betreut. Der Schulbetrieb wurde für den Rest des Tages eingestellt.

An einer Schule in Wiesbaden haben unbekannte Täter Reizgas versprüht. Neun Schüler mussten daraufhin in Krankenhäusern behandelt werden. (Bild: RAM/fotolia.com)
An einer Schule in Wiesbaden haben unbekannte Täter Reizgas versprüht. Neun Schüler mussten daraufhin in Krankenhäusern behandelt werden. (Bild: RAM/fotolia.com)

Reizgas aus dem Rucksack einer Schülerin geklaut
Laut einem Bericht des Wiesbadener Feuerwehrportals „Wiesbaden112“ erlitten drei Schüler mittelschwere, sechs leichte Verletzungen. „Vor Ort kamen, verstärkt durch den psychologischen Effekt, immer mehr Schulkinder im Alter von 11 bis 17 Jahren zusammen, die über Beschwerden klagten“, heißt es auf dem Portal.

Nach Polizeiangaben wurde das Reizgas in einem Flur im ersten Stock des Schulgebäudes versprüht. Den Angaben zufolge hätten es die bislang unbekannten Täter einer Schülerin aus dem Rucksack gestohlen. Die Polizei geht derzeit ersten Hinweisen zur Identifizierung möglicher Tatverdächtiger nach und ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Mehr zum Thema:

Gesundheitliche Gefahren durch Reizgas
Reizgas, wie Tränengas oder Pfefferspray, wird in Deutschland unter anderem von der Polizei bei Demonstrationen eingesetzt. Manche Menschen erwerben solche Mittel auch privat zur Selbstverteidigung. Minderjährigen fällt es häufig nicht schwer, an solche Sprays zu kommen.

Die Symptome, die dadurch verursacht werden, treten meist sofort oder wenige Sekunden nach dem Versprühen auf. Versprühtes Reizgas kann zu einer Schwellung der Schleimhäute und dem sofortigen Schließen der Augenlider führen. Durch das Einatmen des Reizstoffes treten meist Husten und Atemnot auf. Auf der Haut entsteht häufig ein unangenehmer Juckreiz. (ad)