„Rettet Clemens“: Hilfe für an Blutkrebs erkrankten Jungen

Sebastian
In Deutschland erkranken pro Jahr rund 11.500 Menschen an Blutkrebs (Leukämie). Einer von ihnen ist der kleine Clemens aus dem sächsischen Reichenbach. Er benötigt einen geeigneten Stammzellenspender. Daher wurde die Aktion „Rettet Clemens“ ins Leben gerufen. Fast 2.000 potentielle Spender haben sich registrieren lassen.

Blutkrebs wird oft nur zufällig erkannt
Laut dem Krebsinformationsdienst erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 11.500 Menschen an Blutkrebs. Weil die Symptome einer akuten Leukämie recht plötzlich beginnen, sich rasant und vielfältig entwickeln und teilweise sehr allgemeiner Natur sind, ist die exakte Diagnose schwierig. Blutkrebs wird oft erst sehr spät oder nur zufällig erkannt. Symptome, die auf eine Erkrankung hinweisen können, sind unter anderem eine starke Blässe, Müdigkeit, eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen sowie für Blutungen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Schwindel oder Herzrasen. Ein Betroffener ist der kleine Clemens aus dem sächsischen Reichenbach. Für den Jungen wurde nun eine Hilfsaktion ins Leben gerufen.

Große Spenderaktion für an Leukämie erkrankten Jungen. Bild: fotoliaxrender - fotolia
Große Spenderaktion für an Leukämie erkrankten Jungen. Bild: fotoliaxrender – fotolia

Aktion „Rettet Clemens“ für neunjährigen Jungen gestartet
Wie „freiepresse.de“ berichtet, ist der neunjährige Clemens aus dem Vogtland an Blutkrebs erkrankt und benötigt einen geeigneten Stammzellenspender. Um einen solchen zu finden, hat die Familie vor kurzem mit Unterstützung vieler Freunde und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) die Aktion „Rettet Clemens“ gestartet. Am Samstag haben sich dafür zahlreiche Blutspender in der örtlichen Sporthalle eingefunden; insgesamt 1.930, wie Annika Schirmacher von der DKMS bekannt gab. Sie alle haben sich für Clemens neu typisieren lassen. Auch Clemens selbst wäre gerne dabei gewesen. „Doch die Ansteckungsgefahr ist zu hoch für ihn“, erklärte sein Vater.

Fast 2.000 potentielle Spender registriert
Zwar sei dem Bericht zufolge die Wahrscheinlichkeit gering, dass unter den fast 2.000 Personen der passende Spender dabei ist. Doch alle von ihnen könnten auch für einen anderen Patienten infrage kommen. Darüber hinaus kamen bei der Aktion bislang auch rund 17.000 Euro an Spenden zusammen. Geldspenden für „Rettet Clemens“ sind laut „freiepresse.de“ auch weiterhin möglich: DKMS Spendenkonto, Sparkasse Vogtland, IBAN: DE56 8705 8000 0101 0143 17, Stichwort: RCS 001.

Leukämie ist die häufigste Krebserkrankung bei Kindern
In der Altersgruppe der unter 15-Jährigen ist Leukämie die häufigste Krebserkrankung bei Kindern. Gesundheitsexperten zufolge erkranken in Deutschland jährlich etwa 1.800 Kinder in diesem Alter an Krebs, wobei etwa jedes dritte Kind davon Leukämie hat. Die Behandlung einer Leukämie ist von der Form des Blutkrebses abhängig. Neben einer Stammzell- beziehungsweise Knochenmarktransplantation spielen hier Chemotherapie und Strahlentherapie eine wichtige Rolle. Es wird aber nach wie vor an Therapiemöglichkeiten für die unterschiedlichen Formen geforscht. Erst kürzlich berichteten Wissenschaftler aus Kanada, dass künftig eine neue Behandlung von Blutkrebs dank Avocados möglich sein könnte. Das Forscherteam hatte ein Lipid der Avocado-Frucht isoliert und dessen Einsatzmöglichkeiten bei der Behandlung des besonders aggressiven Blutkrebs AML getestet und erfolgversprechende Ergebnisse erzielt. (ad)