Rindertuberkulose im Saarland nachgewiesen

Heilpraxisnet

Tuberkulose bei Rind im Saarland festgestellt

14.05.2014

Im Saarland ist bei einem geschlachteten Rind die Infektionskrankheit Tuberkulose festgestellt worden. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz teilte mit, dass der Hof umgehend gesperrt worden sei. Das Risiko, dass sich Menschen über kontaminierte Lebensmittel mit Tuberkulose infiziert haben, wird als sehr gering eingestuft.

Rindertuberkulose im Saarland festgestellt
Im Saarland ist in der Rinderherde eines landwirtschaftlichen Betriebes die Infektionskrankheit Tuberkulose festgestellt worden. Die anzeigepflichtige Tierseuche wurde bei der Fleischuntersuchung eines geschlachteten Rindes entdeckt; die Lunge hatte tuberkulose-typische Veränderungen gezeigt. Das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz teilte mit, dass der Hof sofort gesperrt wurde und dass keine Tiere den Betrieb verlassen dürften. Drei der insgesamt 79 Rinder seien bereits geschlachtet worden und zur genauen Untersuchung ins Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, nach Jena gebracht worden, sagte ein Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums in Saarbrücken.

Möglicherweise muss ganze Herde getötet werden
Wenn die Ergebnisse positiv ausfallen, müsse die gesamte Herde getötet werden. Mehr als die Hälfte der Muttertiere und ihre über sechs Wochen alten Kälber seien bei Schnelltests positiv gewesen. Auch die Bauernfamilie werde nun untersucht, ob sie sich bei den Tieren angesteckt habe. Auch wenn das Ministerium eine Kontamination von Milch und Käse durch Milchlieferungen an Molkereien ausschließt, würden dennoch aller erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, wie Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) mitteilte. Bislang ist noch völlig unklar, wie die Krankheit ins Saarland gelangen konnte. Deutschland gilt zwar seit 1996 amtlich frei von Rindertuberkulose, 2013 waren aber in Bayern einige Fälle aufgetreten.

Geringes Risiko für Verbraucher
Experten stufen das Risiko, dass sich Verbraucher über kontaminierte Lebensmittel mit Tuberkulose infiziert haben, als sehr gering ein. Der Rinder-TBC-Erreger ist jedoch auf den Menschen übertragbar. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektion oder über kontaminiertes Trinkwasser und Futter. Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wie ältere Menschen und chronisch Kranke seien anfällig. Die Krankheit tritt meist als Infektion der Lunge auf. Mögliche Anzeichen einer Tuberkulose-Erkrankung können anhaltender Husten, chronische Müdigkeit, Gewichtsverlust, Fieber mit nächtlichen Schweißattacken und ein Stechen in der Brust sein. (sb)

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Bild: Aka / pixelio.de