Riskante Kräutermischung: Fünf Kinder mussten wegen Legal Highs in die Klinik

Im niedersächsischen Braunschweig sind vier Kinder und Jugendliche nach dem Konsum von Kräutermischungen im Krankenhaus gelandet. Ein 14-Jähriger musste auf die Intensivstation verlegt werden. (Bild: Jörg Hüttenhölscher/fotolia.com)
Alfred Domke
14-Jähriger nach Konsum von Legal Highs auf Intensivstation
Immer wieder weisen Gesundheitsexperten und Jugendschützer auf die gefährlichen Nebenwirkungen von Kräutermischungen hin. Doch die sogenannten „Legal Highs“ sind bei manchen Jugendlichen beliebt. In Niedersachsen landeten nun fünf Heranwachsende nach dem Konsum der Drogen im Krankenhaus – einer auf der Intensivstation.

14-Jähriger musst auf Intensivstation verlegt werden
In Braunschweig sind fünf Kinder und Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren nach dem Konsum von Kräutermischungen ins Krankenhaus gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war ein Passant auf die Hilflosen aufmerksam geworden und hatte die Einsatzkräfte alarmiert.

Den Angaben zufolge waren fünf Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz, um die Kinder, von denen sich einige bereits erbrochen hatten, zu versorgen und in die Kinderklinik zu bringen. Drei von ihnen konnten später entlassen werden. Ein 14-Jähriger wurde jedoch in die Kinder-Intensivstation nach Wolfsburg verlegt.

Im niedersächsischen Braunschweig sind fünf Kinder und Jugendliche nach dem Konsum von Kräutermischungen im Krankenhaus gelandet. Ein 14-Jähriger musste auf die Intensivstation verlegt werden. (Bild: Jörg Hüttenhölscher/fotolia.com)
Im niedersächsischen Braunschweig sind fünf Kinder und Jugendliche nach dem Konsum von Kräutermischungen im Krankenhaus gelandet. Ein 14-Jähriger musste auf die Intensivstation verlegt werden. (Bild: Jörg Hüttenhölscher/fotolia.com)

Experten warnen vor Kräutermischungen
Es blieb zunächst unklar, woher die Heranwachsenden die Kräutermischungen hatten. Die Polizei informierte die Sorgeberechtigten und hat Ermittlungen zur Herkunft der konsumierten Substanzen aufgenommen.

Experten warnen schon seit Jahren vor sogenannten Legal Highs, die als vermeintlich harmlose Kräutermischungen verkauft werden. Auch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat auf ihrer Webseite vor kurzem auf die Gefährlichkeit der Drogen und deren große Relevanz für den Jugendschutz hingewiesen.

Schwere gesundheitliche Folgen
Die Rauschmittel können zu Vergiftungen führen und je nach Zusammensetzung Panikattacken und Halluzinationen auslösen. Außerdem können körperliche Beeinträchtigungen wie Blutdruckschwankungen, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot, schwerwiegende Herz-Kreislauf-Probleme Krämpfe oder komatöse Zustände auftreten. (ad)

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