Rituale im Alltag erinnern Kinder ans Trinken

Sebastian

Rituale erinnern Kinder und Eltern ans Trinken

17.10.2011

Regelmäßiges Trinken ist wichtig für die Gesundheit, um dem Organismus genügend Flüssigkeit zu zuführen. Im Gegensatz zu Erwachsenen haben Kinder einen wesentlich höheren Bedarf an Wasser. Das wird vielmals von Seiten der Eltern aus Unwissenheit verkannt. Täglich wiederholende Rituale können Eltern und Kindern dabei helfen, die kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr nicht zu vernachlässigen.

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Feste Rituale begünstigen Flüssigkeitszufuhr
Nicht nur Erwachsenen fällt es schwer, ausreichend zu trinken. Auch viele Kinder greifen viel zu selten zu Getränkeglas. „Feste Rituale die in den Alltag installiert sind, können dabei helfen, dass weder Kind noch Eltern das Trinken vergessen“ sagt die Diplom Sozialpädagogin Gritli Bertram. Denn Kinder haben einen nicht zu unterschätzenden hohen Bedarf an Flüssigkeit. Je jünger ein Mensch ist, desto höher ist auch der Wasseranteil des Körpers. Wie die Stiftung Kindergesundheit erklärte, sollten Trinkrituale dabei helfen, die Kinder ausreichend und gesund zu versorgen. Ein Trick ist, ein Glas Wasser immer nach dem Aufstehen zu trinken. Zu jeder Mahlzeit sollten Eltern ihrem Kind ein Getränkeglas hinstellen. „Früher hatten Eltern ihren Kindern während der Mahlzeiten kein Getränk gereicht, damit das Sättigungsgefühl nicht frühzeitig einsetzt.“ Heute sind solche Methoden längst überholt und sollten tunlichst unterbleiben, mahnt die Sozialarbeiterin. „Haben Kinder Durst, dann sollen sie auch trinken“. Im Tagesverlauf sollte am selben Platz immer ein Glas mit Schorle stehen. „Nach meinen Erfahrungen trinken die meisten Kinder gern Apfelschorle“. Eltern sollten darauf achten, dass das Glas von den Kindern immer erreichbar bleibt, auch wenn Mutter und Vater nicht gerade in der Nähe verweilen.

Nach Angaben der Stiftung Kindergesundheit trinken Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren etwa sechs bis sieben große Gläser a 150 ml pro Tag. Sind die Kinder jünger, reichen auch fünf Gläser aus. Betreiben die Kleinen zusätzlich Sport oder haben an der frischen Natur viel getobt, brauchen sie natürlich mehr. Um den täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken, ist Wasser das beste Getränk. Ist Kindern der Wassergeschmack zu fade, hilft eine Scheibe Zitrone oder Orange. Zu Abwechslung können auch Fruchtsaftschorlen gereicht werden. Süße Limonaden auch wenn „Bio“ drauf steht sind hingegen kein Alltagsgetränk und sollten wenn überhaupt nur in Ausnahmen gereicht werden. (sb)