Rostocker Zoo nach Vogelgrippe-Fall offen

Heilpraxisnet

Vogelgrippe: Rostocker Zoo darf wieder öffnen

14.01.2015

Im Rostocker Zoo ist kein weiterer Vogelgrippe-Verdachtsfall entdeckt worden. Nachdem in dem Tierpark bei mehreren Vögeln der Erreger H5N8 festgestellt worden war, wurde die Einrichtung vorübergehend geschlossen. Ab Mittwoch können Teile des Zoos wieder besucht werden.

Teilbereich des Zoos öffnet wieder
Aufatmen im Rostocker Zoo: Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa liegen nach Auswertung aller Proben von Vögeln und Futtermitteln keine weiteren Verdachtsfälle auf Vogelgrippe vor. Einer Mitteilung des Zoos zufolge darf der Teil um das Darwineum am Mittwoch wieder öffnen. Der Tierpark war seit letztem Donnerstag geschlossen. Seit Anfang Januar waren insgesamt 60 Tiere in der Stelzvogelanlage des Zoos der Vogelgrippe zum Opfer gefallen, darunter Weißstörche, Gänse, Enten und Ibisse.

Ursache des Seuchenausbruchs unbekannt
Drei infizierte Störche waren verendet, 57 Vögel wurden sicherheitshalber getötet. Laut dem Agrarministerium waren diese Tiere mit dem Vogelgrippevirus H5N8 infiziert. Sämtliche Ergebnisse außerhalb des Stelzvogelhauses seien negativ gewesen. Der Verlust von 60 Tieren sei laut Agrarminister Till Backhaus (SPD) zwar sehr bedauerlich. „Doch zum Glück hat es eine Ausbreitung dieser hochgefährlichen Seuche auch aufgrund unserer Maßnahmen nicht gegeben.“ Die Ursache des Seuchenausbruchs sei noch nicht bekannt.

Erreger taucht seit November in Europa auf
Seit November tauchte der Virus-Subtyp H5N8, der zuvor nur in Ostasien kursierte, in mehreren europäischen Ländern auf. Noch stehe nicht fest, ob das Virus über Wildvögel oder den Futter- und Geflügelhandel nach Europa gekommen ist. Erkrankungen von Menschen, die H5N8 ausgesetzt waren, sind bislang nicht bekannt geworden. Bei anderen Virentypen, wie etwa H7N9 kam es nachweislich zu Übertragungen auf Menschen. Bei diesen Patienten zeigten sich typische Vogelgrippe-Symptome, wie Fieber, Husten und Halsschmerzen. In selteneren Fällen kann es auch zu Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen kommen.

Sorge auch in anderen Tiergärten
Auch in anderen Tiergärten bangt man seit dem Auftreten der Geflügelpest im Rostocker Zoo um die Vögel. So wurden im Vogelpark Marlow im Landkreis Rostock seit der Einführung der Stallpflicht im November alle Wasservögel vom Teich in Volieren geholt, um den Kontakt mit Wildvögeln zu verhindern, teilte die zoologische Leiterin Gudrun Haase mit. Täglich kontrollierten die Pfleger sämtliche Vögel, ob sie gesund aussehen. „Bisher haben wir keine Probleme“, so Haase. Im Schweriner Zoo, der nicht in einem Risikogebiet liegt, gelte keine Stallpflicht. Dort tummeln sich die Vögel weiter im Freien, wie die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sabrina Höft sagte. „Eigentlich sind wir recht entspannt“, so Höft. „Wir tun, was möglich ist, können aber nichts ausschließen.“ Alle Vögel würden ihrer Aussage nach streng überwacht.

Halber Eintrittspreis im Rostocker Zoo
Wie bekannt gegeben wurde, kann der Rostocker Zoo vorerst zum halben Eintrittspreis besucht werden. Laut dem Ministerium gelten allerdings besondere seuchenhygienische Maßnahmen. So müssen zum Beispiel Desinfektionsmatten genutzt werden. Andere Bereich des Zoos bleiben weiterhin geschlossen, um weitere Untersuchungen und Maßnahmen abzuwarten. Die Stallpflicht bleibt sowohl in Risikogebieten als auch im Rostocker Stadtgebiet bestehen. (ad)

Bild: Bruno Glätsch / pixelio.de