Verletzungsgefahr: Kellerei ruft Wein zurück

Alfred Domke

Verletzungsgefahr! Rückrufaktion für deutschen Wein

14.12.2013

"Vorsicht! Verletzungsgefahr!" Wegen der Gefahr berstender Flaschen ruft eine Kellerei an der Mosel diverse Weine zurück. Betroffen sind unter anderem Chargen, die in den Supermärkten von Lidl und Real erhältlich waren. Gewarnt wird zudem vor einem französischen Rohmilch-Käse.

Wegen Gärungsprozess besteht Gefahr des Glasbruchs
Die Weinkellerei Zimmermann-Graeff & Müller aus Zell an der Mosel hat zum Schutz ihrer Kunden mehrere Chargen Wein zurückgerufen. Da es wegen eines Gärungsprozesses zu einer erhöhten Druckentwicklung in den Flaschen kommen könne, bestehe Verletzungsgefahr, da die Glasflaschen bersten könnten. „Die Weinkellerei bittet, Produkte der betroffenen Chargen nicht zu konsumieren und vorsichtig in einem Plastikbeutel zu entsorgen“, heißt es auf der Seite "Lebensmittelwarnung". Auch ohne Vorlage des Kassenbons werde der Kaufpreis erstattet.

Vier betroffene Weine
Bei den betroffenen Weinen handelt es sich um:
– Rebenstecher 2012 Morio Muskat Qualitätswein lieblich Pfalz (1 Liter, Losnummer: L3213-2684)
– Mosel Qualitätswein lieblich 2012 (1 Liter, Losnummer: L3133A1)
– Hans Köfer 2012 Morio Muskat Qualitätswein Pfalz lieblich (1 Liter, Losnummer: L3213-2684)
– Hans Köfer Pfälzer Landwein Rot Halbtrocken (1 Liter, Losnummer: L3177-0823)
Laut den Angaben waren die betroffenen Flaschen in Supermarkt-Filialen von Sky, Plaza, Real und Lidl erhältlich.

Französischer Käse mit Listerien belastet
Wie aus den Informationen der oben genannten Webseite ebenfalls hervorgeht, warnten die Behörden bereits am Donnerstag vor einem französischen Rohmilch-Käse, der mit gefährlichen Listerien belastet ist. Bei dem betroffenen Käse handelt es sich um Fromage de Brebis der Marke Claousou und Lou Sounal mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 12., 23. und 28. Dezember 2013 sowie 4. Januar 2014. Der Verzehr könne den Angaben zufolge Fieber, mit oder ohne Kopfschmerzen auslösen. Es wird darauf hingewiesen, dass Verbraucher in diesem Fall einen Arzt aufsuchen und ihn auf einen Listerien-Verdacht hinweisen sollten.

Schwangere Frauen gefährdet
Listerien sind Bakterien, die unter Umständen die gefährliche Krankheit Listeriose auslösen können. Besonders gefährdet sind in diesem Zusammenhang Menschen die über eine schlechte körperliche Abwehr verfügen. Zudem haben schwangere Frauen ein etwa 12-fach erhöhtes Risiko, an einer Listeriose zu erkranken. Der Krankheitsverlauf ähnelt dem einer Grippe. Zunächst leiden Erkrankte an Durchfall und heftigen Bauchschmerzen. Im weiteren Verlauf können Fieber, starke Kopfschmerzen, Lähmungen und Benommenheit dazu kommen. In manchen Fällen kann Listeriose sogar zum Tode führen. Eines der größten Probleme bei der Diagnose und Behandlung einer Listeriose ist das zu späte Erkennen der Erkrankung. Denn zwischen Infektion und Erkrankung können bis zu zwei Monate vergehen. Deshalb sollten die beschriebenen Symptome ernst genommen werden. Eine Behandlung bei erfolgtem Nachweis erfolgt mit Antibiotika. (ad)

Bild: Günther Gumhold / pixelio.de