Rückrufaktion bei Rossmann-Kette: Kräutertee kann Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen

Alfred Domke
Tropanalkaloide: Drogeriemarktkette Rossmann startet Rückruf für Kräutertee
Die Drogeriemarktkette Rossmann hat einen Rückruf für King’s Crown Kräutertee Pfefferminze gestartet. In dem Produkt seien Tropanalkaloide festgestellt worden. Diese natürlichen Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen können bei Menschen zu gesundheitlichen Problemen wie Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Auch negative Auswirkungen auf das Herz sind möglich.

Rückruf für Pfefferminz-Kräutertee von Rossmann
Wie die Drogeriemarktkette Rossmann in einer aktuellen Mitteilung bekannt gibt, wurden bei dem Artikel King’s Crown Kräutertee Pfefferminze Tropanalkaloide festgestellt. Das Unternehmen hat daher einen Rückruf für dieses Produkt gestartet und die betroffene Ware aus dem Verkauf genommen.

Die Drogeriemarktkette Rossmann hat einen Rückruf für King’s Crown Kräutertee Pfefferminze gestartet. In dem Produkt seien Tropanalkaloide festgestellt worden. Diese können der Gesundheit schaden. (Bild: nixki/fotolia.com)

Kaufpreis wird erstattet
Rossmann bittet die Kunden darum, „alle Packungen des King’s Crown Kräutertees Pfefferminze mit den Chargen L-Nr. 4516-02578, L-Nr. 5016-02578 und L-Nr. 0317-03675 nicht mehr zu verwenden und in unsere Verkaufsstellen zurückzubringen“.

Der Kaufpreis werde erstattet. Die Charge ist auf der Rückseite des Artikels zu finden.

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Weitere Informationen sind beim Rossmann-Kundenservice unter 0800 / 76 77 62 66 (erreichbar Mo. – Fr. von 9 bis 18 Uhr) oder via Mail (service@rossmann.de) erhältlich.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Tropanalkaloide
Tropanalkaloide (TA) sind natürliche Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen wie beispielsweise Stechapfel und Tollkirsche. Bei der Ernte können Verunreinigungen mit diesen Beikräutern auftreten.

Von manchen dieser Stoffe, „ist bekannt, dass sie bereits in niedriger Dosierung die Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem beeinflussen; Benommenheit, Kopfschmerzen und Übelkeit sind typische Symptome“, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Stellungnahme.

In der Vergangenheit waren TA auch in anderen Lebensmitteln festgestellt worden. So wurde etwa vor wenigen Jahren ein Rückruf für Alnatura Baby-Nahrung gestartet, weil Spuren eines Alkaloids darin gefunden worden waren. (ad)