Saisonal abhängige Depression: Spazieren gehen gegen den winterlichen Blues

Alfred Domke
Macht Ihnen der Winterblues zu schaffen? Spazieren gehen hilft
Kurze Tage, grauer Himmel, kaltes Wetter: In den Wintermonaten entwickeln manche Menschen eine saisonal abhängige Depression (SAD). Betroffenen kann es helfen, wenn sie jeden Tag Spazieren gehen. Außerdem sollte man die schönen Seiten des Winters in den Blick nehmen.

Graue Tage sind deprimierend
Die kurzen Tage, die dafür sorgen, dass es morgens auf dem Weg zur Arbeit noch dunkel ist und auf dem Heimweg auch schon wieder sowie das kalte Wetter gehen nur an den wenigsten spurlos vorbei. Viele Menschen plagt in den Wintermonaten chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Mitunter kommt es sogar zu einer Winterdepression. Es gibt jedoch Möglichkeiten, besser mit dem sogenannten „Winterblues“ zurecht zukommen. Helfen können unter anderem Bewegung und vernünftige Ernährung.

Menschen, die zum Winterblues neigen, kann es helfen jeden Tag eine Stunde Spazieren zu gehen. Tageslicht und frische Luft wirken sich positiv auf die Stimmung aus. (Bild: chalabala/fotolia.com)

Saisonal abhängige Depression
Etwa zwei Prozent der Deutschen entwickeln in der kalten Jahreszeit eine saisonal abhängige Depression (SAD), die auch als Winterdepression bezeichnet wird.

Experten zufolge steigert sich die saisonale Verstimmung meist im Januar und Februar, wenn sich die Kälte lange hinzieht. Im März klinge sie häufig von selbst ab. Winterdepressive hätten meist Heißhunger auf Süßes, auf Kohlenhydrate und ein höheres Schlafbedürfnis. Das wird unter anderem auf mangelndes Licht zurückgeführt.

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Täglich eine Stunde Spazieren gehen
In einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa hat eine Psychologin einen Tipp für Betroffene: Es kann helfen, täglich eine Stunde spazieren zu gehen.

Denn Tageslicht und frische Luft wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Wie Julia Arnhold, Psychologin vom Bundesverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, erklärte, funktioniere dies aber nur, wenn der Betroffene jeden Tag schon ab dem Herbst eine Stunde draußen unterwegs ist.

Wetter nehmen wie es ist
Laut der Expertin sollten Menschen, die zum Winterblues neigen, das Wetter so nehmen, wie es ist. Betroffene gerieten mit Gedanken wie „Es ist furchtbar, dass es so früh dunkel wird” leicht in einen Kreislauf aus gedrückter Stimmung, zu wenig Antrieb und sozialem Rückzug.

Stattdessen könne es helfen, die schönen Seiten des Winters in den Blick zu nehmen. So können Personen, die gerne kochen, Freunde zum gemeinsamen Essen einladen, und Menschen, die die Wärme lieben, können in die Sauna gehen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gesundes Essen
Weitere Tipps gegen den Winterblues: Unbedingt auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Denn neben Sport und Licht sorgt auch Wasser dafür, Beschwerden wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu reduzieren.

Auch das Essen spielt eine wichtige Rolle dabei, wie fit oder müde sich Menschen fühlen. Heimisches Gemüse wie Kohl und Co kann dazu beitragen, im Winter fit zu bleiben. Ganz allgemein sollte der Speiseplan nicht zu viel Fett enthalten. Des Weiteren werden Wechselduschen empfohlen, um den Kreislauf anzukurbeln. (ad)