Salmonellen-Gefahr: Rückrufaktion für Rohmilchkäse

Heilpraxisnet

Gesundheitsgefahr: Importeur ruft Rohmilchkäse wegen Salmonellen zurück

29.06.2014

Im Zusammenhang mit mehreren Erkrankungsfällen in Frankreich wird auch in Deutschland vor drei Käsesorten gewarnt. Wegen Salmonellen-Befall ruft der Importeur Fromi Reblochon Rohmilchkäse zurück. Der Verzehr könnte gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Drei Sorten Reblochon-Rohmilchkäse betroffen
Da drei seiner Käsesorten mit Salmonellen-Bakterien befallen sind, ruft der Importeur Fromi die betreffenden Produkte zurück. Wie das Portal "lebensmittelwarnung.de" am Samstag mitteilte, sind die Sorten Reblochon Domancy (550g), Reblochon hauts de savoie AOP (500g) und petit Reblochon Pochat (240g) mit MHD bis 20/08/2014 des Herstellers Pochat et Fils betroffen. Die Produkte waren seit dem 15. März bis zum 27. Juni verkauft worden. Durch eine Mitteilung an die Presse hat der Importeur aus Kehl die Produkte öffentlich zurück gerufen und vor dem Verzehr gewarnt.

Bei Symptomen Arzt aufsuchen
Die Verbraucher werden aufgefordert, die Waren zurückzugeben oder zu vernichten. In Frankreich war es laut dem Internetportal im Zusammenhang mit mehreren Erkrankungsfällen zum Nachweis Salmonella Kedougou gekommen. Der Verzehr von Käse, der mit solchen Bakterien belastet ist, „kann Unwohlsein, Durchfall, evtl. Erbrechen, und Fieber auslösen“, heißt es auf dem Portal. Weiter ist dort zu lesen: „Verbraucher müssten in diesem Fall einen Arzt aufsuchen, und sofort auf Verdacht auf Salmonella hinweisen. Die Inkubationszeit nach Verzehr beträgt i.d.R. 48 Stunden, selten bis zu 3 Tage. Diese Symptome können bei Kleinkindern, immungeschwächten und älteren Menschen verstärkt auftreten.“

Risiko nicht unterschätzen
Bereits in der Vergangenheit warnten Experten, dass der Brech-Durchfall (Gastroenteritis) einer Salmonellen-Infektion (auch Salmonellose) im weiteren Verlauf zu einer Dehydration (Austrocknung) des Organismus mit zusätzlichengesundheitlichen Folgen führen könne. Wenn keine medizinische Behandlung erfolgt, drohen schwerwiegende Kreislaufprobleme, Krampfanfälle oder schlimmstenfalls Nierenversagen. Außerdem kann eine Salmonellose auch die Infektionskrankheit Typhus auslösen, die ihrerseits erhebliche gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann. Das Risiko einer Salmonellen-Infektion sollte daher keinesfalls unterschätzt werden. (ad)

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