Salmonellen in Aldi Katenschinken

Sebastian

Rückruf von Abraham gewürfelten Katenschinken

03.07.2012

Der Hersteller „Abraham“ ruft den gleichnamigen „ Abraham herzhafter Katenschinken gewürfelt“ aus dem Handel zurück. Eigene Laboruntersuchungen hatten ergeben, dass einzelne Proben des Schinkens Salmonellen aufweisen, die unter Umständen die Gesundheit der Verbraucher schädigen können. Verbraucher werden aufgefordert, gegen Rückerstattung des Kaufpreises bereits erworbenen Schinken zurückzubringen.

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Der Lebensmittelhersteller Abraham ruft den „herzhaften Katenschinken gewürfelt“ aus den Supermärkten zurück. Das Produkt wird beim Discounter „Aldi Süd“ vertrieben. Die Firma aus dem Kreis Harburg stellte bei Eigenuntersuchungen Verunreinigungen mit Salmonellen fest. Laut Hersteller handelt es sich dabei um den gewürfelten Katenschinken in einer Doppelpackung von zweimal 125 Gramm. Betroffen vom Rückruf sind die Schinkenpackungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 3. August 12 und der Chargennummer 40K773 09:51.
Der vom Rückruf betroffene Schinken wurde nach Angaben des Unternehmens „nur bei Aldi Süd in Baden-Württemberg, Bayern und in der Region Landau“ verkauft.

In welchen Konzentrationen die Keime enthalten waren, teilte das Unternehmen nicht mit. Es würde jedoch der Politik der Firma entsprechen, „nur Lebensmittel in den Verkehr zu bringen, die aus besten Rohstoffen und unter sorgfältigsten Produktionsverfahren hergestellt werden", sagte einer Unternehmenssprecher. Den Schinken habe man aus Gründen des „vorbeugenden Verbraucherschutzes“ aus dem Handel genommen, wie es weiter hieß. Verbraucher können bereits erworbene Ware gegen Vorlage des Kassenbons zum Supermarkt zurückbringen. Dort wird dann der Kaufpreis erstattet. Bereits angefangene Ware sollte nicht weiter verzehrt, sondern umgehend entsorgt werden.

Gesundheitsgefahr durch Salmonellen in Nahrungsmitteln
Rückrufaktionen aufgrund von Salmonellen sollten immer ernst genommen werden. Werden Lebensmittel aus dem Handel zurückgerufen, sollte Verzehr unbedingt unterlassen werden, da schwere Magen-Darm-Erkrankungen folgen können. Bei einer durch Salmonellen hervorgerufenen Salmonellose treten zunächst Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall auf. Folgend können Brech-Durchfall und innere Austrocknung drohen. Ohne eine ärztliche Behandlung drohen zudem schwerwiegende Kreislaufprobleme, Krämpfe und im schlimmsten Fall Nierenversagen. Zusätzlich kann eine Salmonellose auch die Entstehung von Typhus begünstigen. Vor allem Schwangere, Kinder und Personen mit einer Immunschwäche sind häufig von Salmonellen-Vergiftungen betroffen. (sb)