Schichtarbeiter: Ungesunder Lebensstil gefährlich

Fabian Peters

Schichtarbeiter durch ungesunden Lebensstil besonders gefährdet

03.03.2014

Schichtarbeit und deren Auswirkungen auf den Biorhythmus werden mit verschiedenen negativen gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht. Daher sollten Schichtarbeiter zusätzliche Gesundheitsrisiken wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel dringend meiden, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM).

Für Schichtarbeiter ist ein gesunder Lebensstil besonders wichtig, da sie durch ihren gestörten Biorhythmus ohnehin anfälliger gegenüber unterschiedlichen Erkrankungen sind. So sollten die Beschäftigten im Schichtdienst „Übergewicht und Rauchen – unbedingt vermeiden“, zitiert die Nachrichtenagentur „dpa“ den DGAUM-Experten Michael Nasterlack. Obwohl bislang keine eindeutigen Belege für einen möglichen Zusammenhang der Schichtarbeit mit dem Krebsrisiko vorliegen, sei dieser nicht vollständig auszuschließen. Beschäftigte in Schichtarbeit sollten aus daher jegliche weiteren Risikofaktoren, die eine Krebserkrankung begünstigen könnten, dringend meiden, erläuterte Nasterlack.

Der Fachmann rät den Schichtarbeitern sich "mindestens zweimal wöchentlich eine halbe Stunde sportlich zu betätigen", wobei Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Radfahren zu empfehlen seien. Dies stärke die Konstitution, helfe beim Stressabbau und könne der Entstehung von Gewichtsproblemen vorbeugen. Bei vorliegendem Übergewicht sollte dies laut Aussage des Experten langsam abgebaut werden. Die Beschäftigten im Schichtdienst neigen Nasterlack zufolge außerdem oftmals zu ungesunden Essgewohnheiten, weshalb hier verstärkt auf regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten zu achten sei. Zudem sollten sich Nasterlack zufolge Raucher ihre Sucht unbedingt abgewöhnen, da für Schichtarbeiter das Krebsrisiko hier unter Umständen überproportional steigt. Einzelne Studien kamen auch zu dem Ergebnis, dass Schichtarbeiter häufiger an Diabetes und Übergewicht leiden, da zum Beispiel durch die Nachtarbei der Tag-Nacht-Rhytmus gestört wird. (fp)

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