Schlaganfall: Ein Lächeln als Entwarnung

Astrid Goldmayer

Schlaganfall: Ein Lächeln als Entwarnung

09.05.2014

Alle neun Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einem Schlaganfall. Insgesamt ereignen sich etwa 270.000 Schlaganfälle jährlich in Deutschland. Der so genannte Hirninfarkt gilt hierzulande als Hauptursache für lebenslange Behinderungen und dritthäufigste Todesursache.

Auslöser des Schlaganfalls ist eine akut auftretende Störung des Gehirns. In 80 Prozent der Fälle ist ein Blutgefäß, das zum Gehirn führt, verstopft. Bei den anderen 20 Prozent liegt die Ursache in einer Blutung, ausgelöst durch einen Blutgefäßriss. In allen Fällen ist eine schnelle Hilfe lebensnotwendig, um die Unterversorgung des Gehirns so kurz wie möglich zu halten.

Deshalb ist es so wichtig, dass auch Laien einen Schlaganfall schnellstmöglich als solchen identifizieren können. Folgende Symptome sollte jeder als Notfallsituation erkennen:

– Taubheitsgefühl und Lähmung (z.B. herabhängende Mundwinkel)
– Sehstörungen
– Sprach-/Verständnisschwierigkeiten
Kopfschmerzen/Schwindel

Eine schnelle Methode, um zu prüfen, ob ein Schlaganfall vorliegt, ist, die betroffene Person zum Lächeln aufzufordern. Kann sie dies nicht oder tut es beispielsweise nur mit einer Gesichtshälfte, ist sofortiges Handeln notwendig. Eine weitere Möglichkeit ist, den Betroffenen einen einfachen Satz nachsprechen zu lassen. Gelingt ihm dies nur schwer und mit verwaschener Aussprache, liegt höchstwahrscheinlich ein Schlaganfall vor. Zeigt ein Betroffener eines der beschriebenen Symptome, ist Eile geboten. Der Notruf unter der Nummer 112 sollte sofort verständigt werden.

Ins Leben gerufen wurde der Tag gegen den Schlaganfall im Jahr 1999 von der Stiftung Schlaganfall-Hilfe. Seitdem findet der Aktionstag jedes Jahr am 10. Mai statt, um Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu schaffen. So lautet auch das Motto des diesjährigen Aktionstags: „Jeder Schlaganfall ist ein Notfall!“. (ag)

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