Schlaganfall-Risiko bei Christine Haderthauer

Sebastian

Ministerin Haderthauer wegen Schlaganfall-Gefahr in Klinik

01.04.2014

Die CSU-Politikerin Christine Haderthauer ist in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Sie ist möglicherweise nur knapp einem Schlaganfall entgangen. Die bayerische Staatskanzleihchefin wird wegen einer Verengung der inneren Halsschlagader behandelt.

Gefährliche Verengung der Halsschlagader
Die Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei, Christine Haderthauer, wird wegen einer gefährlichen Verengung der Halsschlagader im Krankenhaus behandelt. Es handle sich dabei um seine seltene Diagnose, die oft erst nach einem Schlaganfall gestellt werde. Die Veränderung sei aber bei der 51-jährigen CSU-Politikerin rechtzeitig erkannt worden. Laut Angaben der Staatskanzlei werde die Ministerin nun mit Gerinnungshemmern behandelt. Ein Sprecher meinte, es sei reine Glückssache, dass das so glimpflich verlaufen ist.

Seltene Diagnose eher bei jungen Menschen
Seit einigen Tagen habe Frau Haderthauer über Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen geklagt. Zudem sei im rechten Ohr ein „Strömungsgeräusch“ aufgetreten, das nicht mehr verschwunden ist. Die Politikerin hab zunächst eine Stirnhöhlenentzündung als Ursache vermutet. Eine MRT-Untersuchung habe schließlich ergeben, dass die innere Halsschlagader durch eine Ausbuchtung der Gefäßinnenwand eingeengt wurde. Es wurde mitgeteilt, dass die sehr seltene Diagnose eher bei jungen als bei älteren Menschen vorkomme.

Thrombose- und Schlaganfallrisiko minimieren
Die Ministerin ist daraufhin umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden. Um die Gefahr eines Schlaganfalls und einer Thrombose zu minimieren, wird die Patientin nun mit Gerinnungshemmern behandelt. Frau Haderthauer werde voraussichtlich für zunächst zwei Wochen „außer Gefecht“ sein, wie die Staatskanzlei schrieb. „Weiteres hängt vom Verlauf ab.“ Ruhe und Disziplin seien derzeit für den Verlauf der Heilung wichtig. Die Politikerin sei den Ärzten sehr dankbar für ihr schnelles und entschlossenes Handeln.“

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
Jährlich erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Zu den Hauptursachen zählt die sogenannteArteriosklerose, eine Arterienverhärtung, bei der sich in den Gefäßwänden der Schlagadern Blutfette, Thromben, Bindegewebe und Kalk ablagern. Häufig ist dabei eine Engstelle der Halsschlagader betroffen, die maßgeblich für die Blutversorgung des Gehirns zuständig ist. Betroffene ahnen oft nicht, in welch großer gesundheitlicher Gefahr sie schweben, da die sogenannte Stenose (Verengung) lange Zeit ohne Symptome verläuft. Durch eine einfache ärztliche Ultraschalluntersuchung könne eine solche Engstelle rechtzeitig diagnostiziert werden. Daher raten manche Experten insbesondere bei Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes oder familiärer Neigung zu Gefäßerkrankungen zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, um Schlaganfälle zu vermeiden. (sb)

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