Schlechte Nachtruhe: Schnarchen stört fatal den Schlaf und damit die Gesundheit

Ausreichender Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Doch oft wird die erholsame Nachtruhe gestört. In einer Umfrage klagte etwa jeder Zehnte über den schnarchenden Partner. (Bild: Kaspars Grinvalds/fotolia.com)
Alfred Domke
Schnarchen, Toilettengang und Co: Häufige Ursachen für Schlafprobleme
Rund jeder vierte Bundesbürger leidet an Schlafstörungen. Häufigste Ursache dafür sind laut einer Umfrage Gedanken, die sich die Betroffenen machen. Doch auch durch den Partner kann der Schlaf gestört werden. Etwa indem der Bettnachbar laut schnarcht.

Wenn die Nachtruhe gestört wird
Es gibt viele gute Gründe für mehr Schlaf: Er fördert die Gesundheit, die Kreativität und macht Menschen fröhlicher. Nicht zuletzt dient er der Schönheit. Doch längst nicht allen Menschen fällt es leicht, nachts ausreichend zu ruhen. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) berichteten etwa 25 Prozent der Bevölkerung im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 (BGS98) über Schlafstörungen und elf Prozent erlebten ihren Schlaf als „häufig nicht erholsam“. Möglicherweise ist die Zahl der Betroffenen aber viel höher. So zeigte eine repräsentative Umfrage der Marktforscher der GfK im Auftrag der „Apotheken-Umschau“, dass mehr als jeder zweite Deutsche Schlafprobleme hat.

Ausreichender Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Doch oft wird die erholsame Nachtruhe gestört. In einer Umfrage klagte etwa jeder Zehnte über den schnarchenden Partner. (Bild: Kaspars Grinvalds/fotolia.com)
Ausreichender Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Doch oft wird die erholsame Nachtruhe gestört. In einer Umfrage klagte etwa jeder Zehnte über den schnarchenden Partner. (Bild: Kaspars Grinvalds/fotolia.com)

Im Bett wird lange gegrübelt
Von den 2.000 Personen, die an der Befragung teilnahmen, gaben 1.063 an, zumindest ab und zu unter Schlafstörungen zu leiden. Gedanken über erlebte oder bevorstehende Ereignisse sind mit 54 Prozent die häufigste Ursache, die die Betroffenen für ihre Schlafprobleme angaben. Dass das Grübeln die Nachtruhe stört, zeigten auch wissenschaftliche Untersuchungen. So berichteten Forscher der Universität Trier sowie der Fernuniversität Hagen vor kurzem über eine Studie, derzufolge das Nachdenken über Unerledigtes in der Nacht zu Schlafstörungen führt. Und zwar selbst noch am Wochenende.

Jeder Zehnte klagt über das Schnarchen des Partners
Neben dem nächtlichen Grübeln gibt es noch weitere Ursachen, die den Schlaf beeinträchtigen können. So nannten 30 Prozent der Befragten den Gang zur Toilette, 23 Prozent Vollmond und 19 Prozent die Zeitumstellung als Probleme. Dahinter landeten körperliche Beschwerden und leichter Schlaf mit jeweils 18 Prozent. Und immerhin jeder zehnte Befragte mit Schlafproblemen beklagte sich darüber, dass sein Partner schnarcht. Bei Verheirateten oder Menschen in fester Partnerschaft gab sogar jeder siebte den schnarchenden Bettnachbarn als Grund für seine Schlafprobleme an. In der Umfrage der GfK beschwerte sich nur etwa jeder Sechzehnte der Männer über das laute Sägen der Partnerin, bei den Frauen fühlte sich jedoch jede Fünfte nachts vom Partner gestört. Allerdings schlafen Frauen generell schlechter als Männer, wie Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention vor wenigen Monaten berichteten. (ad)

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