Schmerzender Rausch: Einige Verletzungsgefahren bei der schönsten Nebensache der Welt

Verletzungegefahr inklussive: Was alles beim Liebesspiel passieren kann. Bild: deagreez - fotolia
Alfred Domke
Wissenschaftler kürten gefährlichste Stellung
Unfälle beim Liebesakt sind häufiger als oft gedacht. Die meisten Menschen reden nur nicht darüber. Wissenschaftler in Brasilien haben sich damit beschäftigt, in welchen Positionen es besonders gefährlich werden kann.

Unfälle sind gar nicht so selten
Notfallmediziner sind immer wieder mal mit bizarren Notfällen beschäftigt die durch Unfälle beim Liebesakt entstanden sind. So müssen etwa häufig Gegenstände wie Flaschen, Werkzeuge oder Stangen aus den Öffnungen von Patienten entfernt werden. Im Rausch der Lust kann eben so einiges passieren. Und das gar nicht mal so selten. Gesundheitsexperten zufolge sind Unfälle beim Geschlechtsakt sogar relativ häufig. In vielen Fällen kann es zu einer „Penisfraktur“ kommen, die mit Schmerzen einhergeht. Forscher in Brasilien haben sich damit beschäftigt, bei welchen Positionen es zu gefährlichen Komplikationen kommen kann.

Verletzungegefahr inklussive: Was alles beim Liebesspiel passieren kann. Bild: deagreez - fotolia
Verletzungegefahr inklussive: Was alles beim Liebesspiel passieren kann. Bild: deagreez – fotolia

Gefährliche Stellungen
Brasilianische Wissenschaftler der „School of Medical Sciences“ der „University of Campinas“ (UNICAMP) haben zusammen mit Kollegen untersucht, welche Stellungen problematisch für das männliche Glied werden können. Als die gefährlichste Position haben sie die sogenannte Reiterstellung identifiziert. Diese Stellung birgt ein großes Risiko, da die Frau – während sie auf dem Mann sitzt – ihr ganzes Gewicht auf den empfindlichen Körperteil des Mannes verlagert und die Bewegung kontrolliert. Im Falle einer „falschen Vereinigung“ könne sie in der Position nicht schnell genug reagieren. Wie es heißt, sei die Reiterstellung für etwa die Hälfte aller Penisbrüche verantwortlich.

Verhältnismäßig harmlose Positionen
Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Advances in Urology“. Dort berichteten sie auch über die verhältnismäßig harmlosen Positionen. Als eher ungefährlich wurde der sogenannte „Doggy“ eingestuft. Wie es heißt, resultierten nur rund 29 Prozent der Penis-Frakturen aus dem Verkehr in dieser Stellung. Und auch die „Missionarsstellung“ birgt offenbar eine geringere Gefahr für den Mann. Den Angaben zufolge liegt die Bruchgefahr hier bei 21 Prozent.

Schmerzfreier Verkehr bei Rückenproblemen
Auch kanadische Forscher haben sich in der Vergangenheit mit verschiedenen Stellungen beschäftigt. Bei ihrer Studie stand im Mittelpunkt welche Position bei Rückenschmerzen geeignet ist, um Sex ohne Schmerzen zu haben. Eines der Ergebnisse war damals, dass die oft von Ärzten empfohlene Löffelchen-Stellung, bei der beide Partner auf der Seite liegen, nicht für alle ratsam ist. Eine konkrete Empfehlung kann unter anderem aufgrund der unterschiedlichen Rückenprobleme nicht abgegeben werden. (ad)